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Presseaussendung

Tschechien verhandelt den AKW-Neubau in Dukovany und Temelin – Dürfen keine neue Atomgefahr für OÖ zulassen!

Vorige Woche verhandelte der tschechische Staatssicherheitsrat die Sicherheitscharakteristiken und Garantien für das Auswahlverfahren zum Lieferanten für den geplanten neuen Block für das AKW Dukovany. Bekannt wurde nun, dass in der Ausschreibung nicht nur ein neuer Block mit einer Leistung bis zu 1.200 MW enthalten sein soll, sondern auch eine Option für drei weitere Blöcke – zwei davon sind für den Standort Temelín vorgesehen. Das größte Ausschreibungsverfahren in der Geschichte Tschechiens soll bis Ende 2024 fertig sein. Mit der Herausgabe der Baubewilligung rechnet man im Jahr 2029. Ursprünglich sollte die Ausschreibung schon Ende 2020 beginnen. Dieses Ziel wurde aufgrund politischer Auseinandersetzungen darüber, ob russische und chinesische Unternehmen zum Wettbewerb zugelassen werden sollten, verschoben.

Während die laufenden AKW-Neubauprojekte unter russischer Beteiligung in Finnland oder Ungarn aufgrund der aktuellen Lage in Frage gestellt sind, wurde eine Beteiligung am Bau durch China oder Russland von Tschechien zumindest aber bereits im Vorfeld ausgeschlossen. „Das Lobbying der Bieter hat jedoch schon begonnen, so stattete der französische hohe Vertreter für die Atomkraft erst kürzlich dem tschechischen Industrieminister einen Besuch ab. Doch auch wenn die Franzosen den Tschechen den nuklearen Himmel auf Erden versprechen, sieht die Realität gänzlich anders aus. So müssen schrittweise alle französischen Reaktoren wegen massiven Korrosionsproblemen überprüft werden“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Auch die Probleme eines Vorzeige-Reaktors im französischen Flamanville, der mit einer Bauverzögerung von über 10 Jahren und einer Preissteigerung von 3,3 Milliarden auf 19 Milliarden Euro errichtet wird, sind alles andere als gelöst. Ein baugleicher Reaktor, der 2018 als erster dieser Serie in China in Betrieb genommen wurde, ist seit einem halben Jahr aufgrund „anormaler Vibrationen“ abgeschaltet. „Die Milliarden-Investitionen, die hier in eine todbringende und teure Technologie gesteckt werden, fehlen uns im Ausbau Erneuerbarer. Das Projekt für neue Blöcke in Temelín wurde bereits einmal gestoppt und dafür müssen wir erneut alle unsere Kräfte einsetzen. Unter wirtschaftlichen Bedingungen kann der Bau neuer Reaktoren nie verwirklicht werden, die Baukosten sind explodiert und die erneuerbaren Energien konkurrenzlos im Vormarsch. So sehr die Atomlobby die vermeintlich klimafreundliche Energiequelle anpreist, so zeigt sich das wahre Gesicht dieser menschenverachtenden Technologie in der Bedrohungslage dieser Tage umso eindrücklicher. Sicherheit, Unabhängigkeit und Klimaschutz können nur mit erneuerbaren Energien erreicht werden, so Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

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