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Pressekonferenz mit Landesrat Stefan Kaineder, Bürgermeister Roland Wohlmuth (Vorsitzender des OÖ. Landesabfallverbands) und Mag.a Katrin Auer (1. stv. Vorsitzende Landesabfallverband und Stadträtin Steyr)

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„Hui statt Pfui“ – Ganz Oberösterreich krempelt Ärmel hoch und räumt auf – Start der landesweiten Aktion für ein sauberes OÖ

Umweltschutz und eine saubere Landschaft sind für alle Oberösterreicher/innen wichtige Werte. Daher rufen das Umweltressort und die OÖ Umwelt Profis der Städte und Gemeinden alle freiwilligen Teilnehmer/innen von Klein bis Groß, Schulen, Vereine und Privatpersonen auf, sich an den „Hui statt Pfui“-Flurreinigungsaktionen zu beteiligen. Im Aktionszeitraum von März bis Mai wird achtlos weggeworfener Abfall entlang von Wegen, Straßen und Grünflächen ein-gesammelt, um so Oberösterreich gemeinsam wieder ein Stückchen sauberer zu machen. Dafür werden auch heuer wieder Abfallsäcke und Handschuhe gratis zur Verfügung gestellt. Alle Informationen zu den „Hui statt Pfui“-Flurreinigungsaktionen gibt es bei allen Städten, Gemeinden und Bezirksabfallverbänden und online auf www.huistattpfui.at

„Ein herzliches Dankeschön schon jetzt an die vielen Freiwilligen vor Ort für das große Engagement bei „Hui statt Pfui“ mit zu machen. Besonders freut mich, dass wir im letzten Jahr mit 32.000 TeilnehmerInnen aus 245 Gemeinden einen großartigen Rekord erreichen konnten. Die achtlos weggeworfene Getränkedose oder Take-Away-Verpackung, bedeutet neben der Verschmutzung unserer Um-welt auch einen enormen finanziellen Aufwand für die Reinigung von Straßen und Plätzen und für die Gemeinden. Unsere Umwelt sauber zu halten, ist ein Auftrag an alle und stellt dabei auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar. Abfall gehört in die Tonne, denn heute richtig entsorgte Abfälle sind die Rohstoffe von morgen!“, so der Appell von Umwelt- und Klimalandesrat Stefan Kaineder.

Die Hui statt Pfui Aktionen 2022

Der Aktionszeitraum der heurigen „Hui statt Pfui“-Kampagne erstreckt sich hauptsächlich von März bis Ende Mai, wobei natürlich das ganze Jahr über fleißig gesammelt werden darf. So wie jedes Jahr werden Abfallsäcke und Handschuhe unter allen die sich an der Aktion beteiligen verteilt und der gesammelte Müll wird gratis entsorgt. Alle Infos zu den Hui statt Pfui-Aktionen findet man auf der eigens geschaffenen Onlineplattform www.huistattpfui.at sowie bei den oö. Städten, Gemeinden und den Bezirksabfallverbänden. Eine Anmeldung eigener Sammelaktionen ist online und bei den BAV / Städten / Gemeinden möglich!

In Steyr beteiligen sich ebenfalls jedes Jahr zahlreiche Freiwillige an der Flurreinigungsaktion „Steyr putzt“, um die Natur von achtlos weggeworfenen Abfällen zu befreien. 2021 waren es knapp 3.000 Freiwillige, die fleißig sammeln gingen. Die Aktion „Steyr putzt“ findet heuer vom 25. März bis 8. April statt.

In Linz wird die „Hui statt Pfui“-Aktion von der Stadt Linz und der LINZ AG unter dem Titel „Linz macht sauber“ unterstützt. Auch hier werden den Teilnehmer*innen kostenlose Säcke, Handschuhe und Greifzangen zur Verfügung gestellt.

Problemfall Littering – die Verschmutzung unserer Umgebung

Achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, Plastikflaschen, Getränkedosen und andere Abfälle vermüllen Wiesen, Parks und Straßenränder in ganz Oberösterreich. Müll wird einfach aus dem Autofenster geworfen oder beim Spazierengehen einfach fallengelassen. Diese gedankenlose „Abfallentsorgung“ wird auch Littering genannt. Abfall, der im Freien zurückgelassen wird, muss mühsam wieder aufgelesen und entsorgt werden. Dabei ist das Aufsammeln des Mülls mit Maschinen oft nicht möglich und muss daher manuell erfolgen. Die Kosten- und Zeitbelastung ist dabei enorm. Der finanzielle Aufwand der Straßenmeistereien in Oberösterreich beträgt jährlich rund 1,5 Millionen Euro. An Österreichs Autobahnen wurden im Jahr 2020 lt. ASFINAG etwa 8.700 Tonnen Abfälle eingesammelt. Dieser Aufwand schlägt sich in zusätzlichen Kosten nieder, insgesamt 13 Millionen Euro.[1]

Eine Analyse der Flurreinigungsaktionen in OÖ im Jahr 2021, die von der pulswerk GmbH durchgeführt wurde, zeigte, dass Getränkeverpackungen den mit Abstand größten Teil der gelitterten Abfälle in Oberösterreich ausmachen (nach Volumen und auch nach Masse). Betrachtet man die Stückzahl, werden jedoch Zigarettenstummel am häufigsten achtlos weggeworfen.[2]


[1] http://www.pulswerk.at/stop_littering.htm
[2] https://www.land-oberoesterreich.gv.at/265356.htm

Littering reduzieren durch ein Pfandsystem

Der Beschluss im Nationalrat für das Einwegpfand ist ein großer Schritt in Richtung Umwelt- und Ressourcenschonung. Das Einwegpfand stellt neben der Herstellerverantwortung, überwiegend recyclebare Produkte zu erzeugen und einer nachhaltigen Konsumentenverantwortung, eine wesentliche Säule der Kreislaufwirtschaft dar. Zudem sieht die EU-Richtlinie zur Verringerung von Einwegplastik vor, dass in Österreich bis 2029 mindestens 90 Prozent der Kunststoffgetränkeflaschen getrennt gesammelt werden. Derzeit sind es rund 70 Prozent. Damit soll speziell das achtlose Wegwerfen eingedämmt und die Verschmutzung unserer Umwelt reduziert werden.

„Die Kreislaufwirtschaft wird, wie auch unsere Natur, durch das achtlose Wegwerfen von Materialien gestört. Weil diese Abfälle nicht verwertet werden können, geht auch eine wichtige Rohstoffquelle verloren. Gerade hier muss eine Lösung gefunden werden, um diese Menge einzudämmen. Neben Aufklärungsarbeit und Sensibilisierung ist auch eine Erhöhung der Mehrweg-Quote ein durchaus wichtiger Ansatz“, so LAV-Vorsitzender Bgm. Roland Wohlmuth.

Die OÖ Umwelt Profis sind für die Ausgestaltung einer klugen Pfandlösung für Getränkeflaschen. Denn dies bietet die Chance, die Recyclingquoten auf ein zukunftsfähiges Niveau zu heben.

„Mit dem neuen Abfallwirtschaftsgesetz auf Bundesebene ist der Klimaschutzministerin Leonore Gewessler der nächste klimapolitische Meilenstein gelungen. Durch diese wichtige Gesetzesnovellierung wird viel weniger Müll in der Natur landen und es werden mehr Verpackungen recycled. Mit einem Einwegpfand auf Getränkeverpackungen, erreichen wir höhere Sammelquoten. Hier lohnt sich auch ein Blick zu unseren deutschen Nachbarn. Damit schützen wir unsere Umwelt vor achtlos weggeworfenem Müll und bringen den Konsumentinnen und Konsumenten Wahlfreiheit beim Kauf der Getränke. So geht bürgernahe, ambitionierte Klimapolitik“, so Kaineder weiter.

Bewusstsein schaffen und anpacken

Die von den OÖ Umwelt Profis im Jahr 2008 erstmalig initiierte Flurreinigungsaktion wird nun seither jährlich wiederholt. Traditionell finden die Flursäuberungsaktionen, an denen sich viele engagierte BürgerInnen freiwillig beteiligen von Frühling bis Anfang Sommer statt. Im Jahr 2021 waren es besonders viele Umweltverbundene, die sich bei den „Hui statt Pfui“-Aktionen beteiligten. 2021 war daher mit über 32.000 Teilnehmer*innen ein Rekordjahr durch und durch. Groß und Klein aus 245 Gemeinden sammelten dabei über 52 Tonnen achtlos weggeworfene Abfälle. Diese Aktionen leisten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Littering und Umweltverschmutzung. Unterstützung kommt seit 14 Jahren von den OÖ Umwelt Profis der kommunalen Abfallwirtschaft, durch Koordinierung der Gemeindesammelaktionen und zur Verfügung stellen von Handschuhen und Abfallsäcken. Der OÖ Landesabfallverband hat zudem für alle Teilnehmer*innen der angemeldeten Aktionen eine Unfall- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen, um den Kommunen das Risiko von allfälligen Haftungen abzunehmen.

Minibuch zum Thema Littering und Abfalltrennung

Das Minibuch („Quaxi und seine Freunde – Hansi hat Geburtstag“) der OÖ Umwelt Profis, mit selbstentwickelter Story und Zeichnungen, zielt darauf ab, bereits die Jüngsten für das Thema Littering und Abfalltrennung noch besser zu sensibilisieren. Richtiges Verhalten, das frühzeitig vermittelt wird, wird meist beibehalten. Darum ist es essenziell umweltfreundliches Verhalten bereits in der Kindheit zu verbreiten.„Es ist wichtig und richtig Kinder mit altersgerechten Programmen auf die Themen Abfall, Littering, Umwelt- und Klimaschutz zu sensibilisieren, damit diese von Klein auf lernen, wie bedeutsam eine intakte Umwelt für unsere Zukunft ist“, betont OÖ. Landesabfallverband Vorsitzender Bgm. Roland Wohlmuth.

Hintergrundinformationen
Wer sind die Umwelt Profis der kommunalen Abfallwirtschaft?

Die 15 Bezirksabfallverbände (BAV), die Statutarstädte Linz, Wels und Steyr und das Landesabfallverwertungsunternehmen (OÖ LAVU GmbH) bilden gemeinsam mit dem OÖ. Landesabfallverband (LAV) als Dachverband die Umwelt Profis. Sie betreuen gemeinsam ein flächendeckendes Netz von 180 Altstoffsammelzentren (ASZ) und tausenden Containerstandplätzen und stehen für eine sichere und nachhaltige Entsorgung von Altstoffen und Restabfällen. Die Umwelt Profis sind eine öffentlich-rechtliche Non-Profit Organisation, die in ihrem unternehmerischen Handeln Ökonomie und Ökologie bestmöglich vereint und ihre Dienstleistungen kostengünstig für die BürgerInnen erbringt. Näheres auf www.umweltprofis.at

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