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Pressekonferenz mit Landesrat Stefan Kaineder, Landesbranddirektor Robert Mayer, MSc (Landesfeuerwehrkommandant OÖ), DI Regina Pürmayr (Stv. Leiterin Abt. Umweltschutz – Leiterin Gruppe Luftgüte und Klimaschutz) und DI Andreas Drack (Klimaschutzbeauftragter des Landes OÖ)

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Oberösterreichische Klimawandelanpassungsstrategie – Die Klimakrise ist längst in OÖ angekommen – Mit welchen Maßnahmen kann den Auswirkungen des Klimawandels effektiv begegnet werden

Brütende Hitze in den Städten, Millionenschäden durch schwere Unwetter – die Folgen des Klimawandels sind mittlerweile allerorts sicht- und spürbar. Während in Nordamerika unerträgliche Temperaturen jenseits der 40 Grad Celsius zur Normalität werden, schmelzen auch bei uns die Gletscher weiter. Von den zehn wärmsten Juni-Monaten der 254-jährigen Messgeschichte in Österreich waren acht seit dem Jahr 2000, der Juni 2021 war der drittheißeste seit Beginn der Aufzeichnung.

„Der Kampf gegen die Klimakrise ist die größte Herausforderung unserer Zeit“, ist sich Klima-Landesrat Stefan Kaineder sicher. „Eine enkeltaugliche Zukunft erfordert nicht nur eine Neugestaltung unseres österreichischen Energiesystems hin zu erneuerbaren Energiequellen mit dem Ziel einer Klimaneutralität 2040. Die Natur und Gesellschaft sind auch mit rasch fortschreitenden klimatischen Änderungen konfrontiert, die wir bei allen Handlungen mitberücksichtigen müssen“, so Klima-Landesrat Stefan Kaineder weiter.

Zwischen 1980 und 2019 verursachten klimabedingte Extreme in der EU wirtschaftliche Schäden in Höhe von etwa 446 Milliarden Euro. Die ökonomischen Auswirkungen klimabedingter Extreme sind von Land zu Land sehr unterschiedlich. Bei den Pro-Kopf-Schäden liegt Österreich an vierter Stelle. Fakt ist, dass klimabedingte Extreme immer häufiger auftreten und ohne Gegensteuern in den kommenden Jahren zu noch größeren Verlusten führen könnten.

Eine Anpassung an den Klimawandel wird nur gelingen, wenn durch die Einhaltung der Ziele des Pariser Übereinkommens eine extreme Heißzeit vermieden werden kann. Entscheidend ist, dass bereits in diesem Jahrzehnt die Treibhausgasemissionen maßgeblich reduziert werden. Nur so kann gelingen, dass viele Gegenden in bereits jetzt heißen Regionen weiterhin bewohnbar bleiben. Ein weitreichendes Abschmelzen von Gletschern würde z.B. die Trinkwassersituation in Trockenzeiten in vielen auch dicht bewohnten Regionen enorm verschärfen. Bei höheren Temperaturen können Kipppunkte im Klimasystem verstärkende Rückkoppelungen zur Folge haben. Es gibt Hinweise aus der Wissenschaft, dass ein galoppierendes Klimasystem entstehen könnte, welches sich erst bei einem für die Menschheit unwirtlichen neuen Gleichgewichtszustand einpendeln könnte. Dies könnte viele Gebiete unbewohnbar machen. Klimawandel-Anpassung kann längerfristig nur mit einer ambitionierten Klimaschutzpolitik gelingen.

Herausforderungen für die Feuerwehren des Landes durch die Klimakatastrophe

Keiner kann den Klimawandel mehr leugnen. Die Zeichen sind offensichtlich: Hitze- und Trockenperioden wechseln sich mit extremen Regenphasen ab. Naturereignisse wie Waldbrände, Starkregen und Hochwasser treten vermehrt auf und Katastrophenschutz-Einsätze sind weniger die Ausnahme als die Regel. Somit sind auch die Feuerwehren direkt vom Klimawandel betroffen.

Die letzten Wochen haben es eindringlich ins Bewusstsein gerufen: Während in Kanada eine Hitzewelle mit beinahe 50 Grad ein Land in die Verzweiflung trieb, mit Wald- und Flächenbränden, sogar der Zerstörung einer ganzen Stadt, so wurde Europa von Hagelstürmen, extremem Starkregen und sogar Tornados heimgesucht. Tausende Häuser, Dächer und Fahrzeuge wurden dabei zerstört. Quer durch Oberösterreich wurde eine Spur der Verwüstung gezogen.

Die Freiwilligen Feuerwehren Oberösterreichs waren in diesen Tagen im Dauereinsatz: 13.300 Einsatzkräfte sind bei mehr als 1.700 Einsätzen ihrem Ehrenamt nachgekommen. „Der Rückblick auf die letzten Jahre zeigt sehr deutlich, dass die Entwicklung von regionalen Unwetterkapriolen deutlich zunimmt und bspw. auch die Anzahl der Wald- und Flurbrände aufgrund der Trockenheit sich wesentlich verändert, damit einher entwickelt sich aber auch ein zunehmendes Problem in manchen Gebieten hinsichtlich der Verfügbarkeit von Löschwasser, wo bspw. Bäche austrocknen“, warnt Landesfeuerwehrkommandant Robert Mayer

Die Aufgabe war allen bewusst, und überregional wurden Vorkehrungen getroffen, um in den Krisengebieten auszuhelfen. Kräne, Drehleitern, Hubretter, EFU (Einsatzführungsunterstützung) und überregionale F-KAT Einheiten von nicht betroffenen Regionen konnten in kürzester Zeit mobilisiert und in den Einsatz gestellt werden. „Wir können uns glücklich schätzen, wenn wir dieses engmaschige Netzwerk der Freiwilligen Feuerwehren betrachten. Durch kurze Einsatzwege und der Schulterschluss vieler Feuerwehren konnte der betroffenen Bevölkerung schnell und professionell geholfen werden. Ein rascher und umfassender Einsatz bspw. im Waldbrand hilft eine Ausbreitung und damit die Vernichtung von großen Flächen zu verhindern und reduziert damit auch enorme freigesetzte Rauchgasmengen“, so der Landesfeuerwehrkommandant, der auch das Stützpunktwesen mit Spezialfahrzeugen, Logistiksystemen und vor allem die Spezialausbildungen als richtige Strategie im Kampf gegen immer öfter auftretende Unwetter-Kapriolen durch den Klimawandel sieht.

Es steht allerdings zu befürchten, und die Klimaforscher weisen darauf hin, dass diese Art von Wetterkapriolen keine Einzelfälle sind, sondern verstärkt auftreten werden. Aus diesem Grund hat sich der Oö. LFV auch als Partner des Klimarettungsbündnisses verpflichtet. Es gilt jegliche Präventivmaßnahmen zu ergreifen die möglich sind um unseren Schutz zu gewährleisten. In Bezug auf den Klimawandel kann nur auf lange Frist und vorausschauend gehandelt werden. Auch wenn es nicht wünschenswert ist, mit solchen Einsätzen zu rechnen, aber: Die oberösterreichischen Feuerwehren sind vorbereitet! „Eines dürfen wir bei all dem nicht aus den Augen verlieren, nämlich, dass dies nur Symptome, Auswirkungen dessen sind, wie wir mit unserer Umwelt umgegangen sind, und wie wir sie immer noch behandeln. Diesem Umgang ist es geschuldet, dass der Klimawandel derartige Katastrophen mitten in unser Leben, unsere Gesellschaft bringt. Dabei steht die Zusammenarbeit im Vordergrund, denn alleine geht es nicht. Es liegt in unser aller Verantwortung, in unserem Wirkungsbereich, jenes Engagement an den Tag zu legen, welches für uns, unsere Kinder und Enkelkinder ein lebenswertes Leben sicherstellt. Es brennt und es betrifft uns alle“, so Mayer, der es auch wichtigste als Aufgabe dieser Generation sieht, den Planeten zu retten.

Landesbranddirektor Robert Mayer: „Es fordert und erfordert uns als gesamte Gesellschaft, dieses wohl größte Problem unserer Zeit in den Griff zu bekommen. Es ist wohl nicht übertrieben zu sagen: WIR müssen jetzt die Welt retten!“

Überhitzung des dicht bebauten oö. Zentralraumes als Herausforderung – Regionalklimaanalyse soll Klimaraumplanung möglich machen

Oberösterreich war durch die Klimaveränderung in höherem Maße betroffen als bislang anhand der Klimamodelle zu erwarten war. Die Verhältnisse entsprachen in Bezug zu wichtigen meteorologischen Kennzahlen den Szenarien-Ergebnissen um 2050. Exemplarisch wird das anhand der Entwicklung der Hitzetage (Tageshöchsttemperatur über 30 Grad C) für Linz dargestellt. Gut zu erkennen ist auch, dass die Unterschiede der Klimaentwicklung bis 2050 in allen Klimaszenarien noch gering sind, aber bis Ende des Jahrhunderts gewaltig sind.

Das Land OÖ/Abteilung Umweltschutz hat mit einer Regionalklimaanalyse eine im Bundesländervergleich einzigartige fachliche Basis geschaffen. Der Hauptfokus liegt zunächst beim klimatisch wärmeren oberösterreichischen Zentralraum. Im Zentralraum ist in den nächsten Jahrzenten mit einem überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstum zu rechnen, zudem wachsen die Städte Linz, Wels und Enns immer mehr zusammen. In einer so stark wachsenden Region ist es notwendig, die klimatischen Verhältnisse zu kennen, um wichtige bioklimatische Fläche in Anbetracht der Klimaerwärmung schützen zu können. Für den Zentralraum sollen Klimafunktions- und Planungskarten erarbeitet werden, die nicht nur in den Städten, sondern auch in den Umlandgemeinden die klimatischen Verhältnisse abbilden. Denn nur in einer großräumigen Betrachtungsweise können bioklimatisch wertvolle Flächen sowohl in den Städten als auch in den Umlandgemeinden vor der drohenden Versiegelung geschützt werden.

Die Analyse umfasst eine systematische Erfassung des Klimas in den Städten aber auch in den bebauten Umlandgemeinden und soll als Basis für weitere Schritte in Stadt- und Ortsentwicklung dienen. Die Regionalklimaanalyse wurde von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erstellt und umfasst die Erarbeitung von Klimafunktionskarten und Planungshinweise für die Städte Wels, Linz und Steyr.

Klimawandelanpassungsstrategie Oberösterreich

Klimawandel-Anpassung ist in den vergangenen Jahren wichtiger geworden: Mit dem Pariser Übereinkommen gibt es seit 2015 eine gleichwertige Zielsetzung bei Klimaschutz und Klimawandel-Anpassung. Im Februar 2021 hat die EU ihre Anpassungsstrategie neu bzw. strategisch umfassender formuliert. Klimawandel-Anpassung soll nun noch gezielter in den verschiedenen Politikbereichen mitberücksichtigt werden. Als zweiter Treiber sind extremere Witterungsverhältnisse in den vergangenen Jahren in Oberösterreich zu erwähnen.

Oberösterreich hat als erstes Bundesland bereits 2013 Klimawandel-Anpassungsstrategie beschlossen. Die Abteilung Umweltschutz bzw. der Klimaschutzbeauftragte ist beauftragt, die Umsetzung regelmäßig zu evaluieren sowie die Strategie zu aktualisieren, soweit neue Erkenntnisse eine Überarbeitung erfordern. Damit Synergien genutzt werden können, soll die Evaluierung immer gemeinsam mit jener zur österreichischen Strategie erfolgen.

Die nach 2016 zweite Evaluierung zeigt, dass die Dienststellen intensiv an der Umsetzung von Maßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich arbeiten. Das betrifft viele Bereiche, bei denen Wetter und Klima einen großen Einfluss haben wie Tourismus, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gesundheit, Wasserwirtschaft, Energiewesen, Raumordnung, Wasserwirtschaft, Katastrophenmanagement, Naturschutz, Verkehr sowie Landesgebäude bzw. Gebäude generell. Details hierzu sind im Umsetzungsbericht zu finden.

Seitens der Klimakoordinierungsstelle bzw. in der Abt. Umweltschutz werden Querschnittsthemen wahrgenommen. In diesem Bereich wird sehr eng mit den anderen Bundesländern sowie dem Klimaschutzministerium, Umweltbundesamt, Klimafonds sowie der Klimaforschung (CCCA) zusammen gearbeitet, aber auch eigene Pionierarbeit geleistet. Zu erwähnen sind folgende Aktivitäten:

Klimaszenarien für Bundesländer:

Unter dem Projekt ÖKS15 wurden erstmals Szenarien zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Bundesländerebene berechnet. Diese werden sehr intensiv von der Forschercommunity als auch Praktikern bzw. in der Verwaltung genutzt.

In Oberösterreich wurden die Ergebnisse unter CLAIRISA online verfügbar gemacht: http://www.doris.at/themen/umwelt/clairisa.aspx#Klimaszenarien

Es wurde daher vereinbart, Neuberechnungen vorzunehmen, sobald Ergebnisse neuer globaler Szenarien im Rahmen des IPCC-Syntheseberichts vorliegen und diese sich maßgeblich zu den Ergebnissen bisherigen Berechnungen unterscheiden.

Österreichischer Klimastatusbericht

Die Kooperation mit der Wissenschaft bietet auch den Bundesländern die Möglichkeit, ihre Ziele und Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit weiter zu entwickeln. Mit dem jährlich unter Federführung des CCCA und ZAMG bzw. im Auftrag der Länder und des Klimafonds erstellten Klimastatusbericht wurde ein erstes Produkt erfolgreich umgesetzt:

Vorsorgecheck Naturgefahren im Klimawandel

Naturgefahrenvorsorge und Klimawandelanpassung sind notwendige Maßnahmen, um für veränderte klimabedingte Katastrophenszenarien gewappnet zu sein. Es wurde ein neues Instrument zur Stärkung der Eigenvorsorge auf Gemeindeebene entwickelt. Im Fokus des Checks stehen die Stärkung der Kompetenz und Kapazität der Gemeinde im Rahmen der Eigenvorsorge. Nach einem Ausbildungskurs für Beraterinnen und Berater erfolgen bereits erste Umsetzungen in den Bundesländern.

https://www.naturgefahrenimklimawandel.at/

Regionen zu Klimawandel-Anpassung (KLAR!)

Der Klimafonds setzt gemeinsam mit dem BMK seit 2016 ein Unterstützungsprogramm für sogenannte „Klimawandel-Anpassungsregionen“ um. Regionen erhalten Unterstützung für Managementstrukturen, vergleichbar zu den Klima- und Energiemodellregionen (KEM). Zudem gibt es beginnend mit 2021 so wie bei den KEMs ein Investment-Förderinstrument. Die Regionen konzentrieren sich im Programm auf einige für die Region relevante Themenfelder. Die Länder sind bei den Weiterentwicklungen auf der Ebene der Klimaschutzkoordinierungsstellen involviert. Mit Stand 2021 sind in Oberösterreich vier KLAR! Regionen etabliert (Energiebezirk Freistadt, das Innere Salzkammergut, Bad Ischl-Ebensee und Sterngartl-Gusental).

Beratungen und Förderungen zu Klimawandel-Anpassung

Gemeinsam mit dem Umweltbundesamt wurde ein Kurs für Berater und Beraterinnen zu Klimawandel-Anpassung im kommunalen Bereich unter dem Projekt CARMA entwickelt. Bundesländerübergreifende Kurse können bei Bedarf laufend umgesetzt werden. Ergänzend wird es unter Koordinierung des Klimafonds in Kooperation mit dem BMK ab 2021 eine bessere Vernetzung aller regional tätigen Akteure im Bereich Klimawandel-Anpassung geben.

Das Klimabündnis Oberösterreich nahm an den Kursen teil und darauf aufbauend startete das Beratungsprogramm für oberösterreichische Gemeinden im Jahr 2019. Das Beratungsprogramm ist gekoppelt mit dem Landesförderprogramm zu Klimawandel-Anpassung für Gemeinden (GeKAP), welches im Juli 2020 startete. Oberösterreich ist damit das erste Bundesland, welches Investitionen im Bereich Klimawandel-Anpassung fördert. Der Klimafonds folgte erst im Juni 2021 auf Bundesebene mit einem vergleichbaren Programm für KLAR!-Regionen.

Forschung

Die Maßnahme in der Oö. Klimawandel-Anpassungsstrategie zielt auf eine Stärkung der abgestimmten Forschungsaktivitäten im Landesbereich ab. In Folge beteiligt sich das Land Oberösterreich seit 2014 als bislang einziges Bundesland beim Forschungsprogramm StartClim. Die fachliche Federführung liegt in der Abt. Umweltschutz, die Mittel stammen vom Bereich KonsumentInnenschutz in der Abt. Wirtschaft und Forschung.

Obwohl budgetär eher klein konzipiert, konnten bisher zahlreiche österreichische Forscherinnen und Forscher erste Studien zum Klimawandel und dessen Auswirkungen durchführen, die sich immer häufiger in Folgestudien, von anderen Quellen finanziert, fortsetzen. Das Programm hat daher bisher nicht nur interessante Ergebnisse hervorgebracht, sondern auch wesentlich dazu beigetragen, dass das nötige Know-How in der österreichischen Klimaforschungswelt entwickelt werden konnte.

Seit 2008 widmet sich StartClim speziell dem immer wichtiger werdenden Thema Anpassung an den Klimawandel.

Fragen in Zusammenhang mit den Schwerpunktsetzungen sowie die Involvierung bei den Projekten (z.B. Workshops) werden direktionsübergreifend wahrgenommen.

https://startclim.at/startseite

Online-Klimadaten (Neuauflage Klimatographie und Klimaatlas von Oberösterreich)

Die ursprüngliche Maßnahme, nämlich die Neuauflage der Klimatographie und des Klimaatlas von Oberösterreich, wurde 2014 unter dem Projektnamen CLAIRISA (Climate Air Information System for Upper Austria) als Online-Format für Oberösterreich umgesetzt. Das Angebot wurde inzwischen auch im Bundesländervergleich einzigartig vielfältig erweitert. Ziel ist es, sämtliche Klima-Luft-Informationen über eine Web-Anwendung (DORIS) für Nutzer aus den unterschiedlichsten Bereichen zur Verfügung zu stellen. Neben den üblichen Klimainformationen (wie mittlere Lufttemperatur, Niederschläge) stehen auch Informationen zur Verfügung, die aus den Klimadaten abgeleitet werden. Dazu zählen glaziologische Daten vom Dachsteingletscher und z.B. Anbaurisikokarten der Fichte.

CLAIRISA inkludiert inzwischen auch Klimaszenarien für Oberösterreich bis Ende des Jahrhunderts. Unter dem Projekt  „COIN Oberösterreich“ wurden für 18 Klimaparameter Kartenwerke für unser Bundesland von der BOKU erarbeitet und 2015 online gestellt. Im Projekt „ÖKS15“ (Österreichische Klimaszenarien 2015) wurden für alle Bundesländer im ersten Halbjahr 2016 Klimaberechnungen aufbauend auf die neuen IPCC-Szenarien sowie Klimamodelle erstellt. Unter CLAIRISA sind somit zwei Klimaszenariendatensätze zu finden.

Zudem wird ein Tool eingesetzt, das Klimainformationen ortsbezogen in Oberösterreich gesammelt anzeigt. Dieses Tool nennt sich „Reporting“ und steht ebenfalls in der Web-GIS-Version des Landes Oberösterreich zur Verfügung. Es gibt drei Reporting-Tools – Klimareport, Report für Klimaszenarien und Report für Sonnenstunden und Solarstrahlung.

Zuletzt wurden Klimafunktionskarten ergänzt, welche von der ZAMG erstellt wurden und Gemeinden Planungshinweise zu Flächenwidmungen geben, insbesondere in Bezug auf die Freihaltung wichtiger Flächen zur positiven Beeinflussung des Mikroklimas.

Link zu CLAIRISA:
http://www.doris.eu/themen/umwelt/clairisa.aspx

Öffentlichkeitsarbeit

Gegenüber dem Fortschrittsbericht 2016 ist in allen Medien eine umfassendere Berichterstattung betreffend Auswirkungen des Klimawandels sowie Anpassung wahrzunehmen. Dies hängt mit der höheren Anzahl an extremen Ereignissen global sowie regional, aber auch der Anzahl an wissenschaftlichen Arbeiten zusammen. Viele oberösterreichische Organisationen, die unmittelbar mit dem Klimawandel konfrontiert sind, berichten regelmäßig hierzu (z.B. Landwirtschaftskammer, Landesfeuerwehrkommando). Im Umweltressorts wurde hierzu in den vergangenen Jahren ein Hauptschwerpunkt gelegt (Veranstaltungen, neue Klimaausstellung im Schlossmuseum, nun als Wanderausstellung unterwegs). Im Auftrag des Umweltressorts hat das Klimabündnis Oberösterreich auch in den letzten Jahren die bewusstseinsbildenden Aktivitäten in Form einer Kampagne ausgeweitet.

Klimawandel-Anpassung wird auch zunehmend als Schwerpunktthema in Städten und Gemeinden wahrgenommen, nicht zuletzt wegen der Wirkung von Programmen (z.B. Klimafonds – KLAR) und des seit 2019 angebotenen Beratungsprogramms des Klimabündnis Oberösterreich im Auftrag der Abt. Umweltschutz. Im KLAR-Programm des Klimafonds wird der Öffentlichkeitsarbeit hohes Gewicht beigemessen. Entsprechend werden vermehrt Förderanträge zur Unterstützung von bewusstseinsbildenden Aktivitäten im Landesprogramm Klimarettung eingereicht.

Link zur Klimawandel-Anpassungstrategie

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