Luftgütemessung in Gallneukirchen gestartet

Presseaussendung

Luftgütemessung in Gallneukirchen gestartet – Daten sollen Auswirkungen des Heizwerkes auf die Luftqualität zeigen

In der Stadtgemeinde Gallneukirchen hat Anfang Februar 2026 eine Luftgütemessung begonnen. Die Messung erfolgt auf Ersuchen der Stadtgemeinde durch die Abteilung Umweltschutz des Landes Oberösterreich und steht im Zusammenhang mit der geplanten Errichtung eines Nahwärmeheizkraftwerks. Der Messstandort befindet sich im Bereich des Kindergartens St. Martin.

Das Heizkraftwerk soll noch in diesem Jahr errichtet werden und voraussichtlich mit Beginn der Heizperiode im Winter 2026/27 in Betrieb gehen. Ziel der Messung ist es, eine belastbare Datengrundlage zur Luftqualität vor der Inbetriebnahme der Anlage zu erhalten. Dadurch wird später ein Vergleich mit der Situation nach Aufnahme des Betriebs möglich.

Die erste Messphase läuft seit Februar beziehungsweise März 2026. Insgesamt ist eine Messdauer von rund zwei Jahren vorgesehen.

Der zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder betont: „Mit der frühzeitigen Messung schaffen wir eine solide Datengrundlage für den Vergleich der Luftqualität vor und nach der Inbetriebnahme der Anlage. Damit stellen wir sicher, dass Entwicklungen klar bewertet werden können.“

„Uns ist wichtig, dass die Entwicklung der Luftqualität in Gallneukirchen transparent und nachvollziehbar dokumentiert wird. Die Messungen liefern eine wichtige Grundlage, um die Auswirkungen des neuen Nahwärmeheizkraftwerks objektiv beurteilen zu können“, ergänzt Vizebürgermeisterin Regina Penninger.

„Die Messstation erfasst über einen längeren Zeitraum verschiedene Luftschadstoffe. Durch die mehrjährige Messdauer können wir ein verlässliches Bild der Luftqualität und ihrer Entwicklung gewinnen“, so Stadtrat Roland Atzlesberger.

Wie funktioniert die Luftgütemessung?

Die Messung erfolgt mit einem mobilen Messcontainer, der technisch gleich ausgestattet ist wie die fixen Messstationen des oberösterreichischen Luftgütemessnetzes. Dieses umfasst derzeit 19 Luftmessstationen sowie mehrere meteorologische Stationen im ganzen Bundesland.

Im Messcontainer erfassen automatische Messgeräte laufend verschiedene Luftschadstoffe wie Feinstaub (PM10 und PM2,5), Stickstoffdioxid, Stickstoffmonoxid, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Ozon oder Schwefelwasserstoff. Gleichzeitig werden meteorologische Daten wie Temperatur, Wind oder andere Wetterparameter aufgezeichnet.

Ein Computer in der Messstation verarbeitet die Messwerte und bildet daraus Halbstundenmittelwerte. Diese Daten werden regelmäßig an die Messnetzzentrale des Landes übermittelt. Dort werden sie überprüft und ausgewertet. Zudem wird automatisch kontrolliert, ob Grenz- oder Schwellenwerte überschritten werden.

Nach Abschluss der Messung werden alle Daten einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen und in einem Bericht zusammengefasst, der dann der Stadtgemeinde Gallneukirchen zur Verfügung gestellt wird und online abrufbar sein wird.