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Presseaussendung

Jahrhundertprojekt Machlanddamm – 10 Jahre wirksamer Schutz für die Bevölkerung im unteren Mühlviertel

Vor 20 Jahren fand das in Oberösterreich wahrscheinlich verheerendste Hochwasserereignis statt, das vor allem im unteren Mühlviertel im oberösterreichischen Machland und Strudengau Schäden in Milliardenhöhe verursachte. Zehn Jahre danach konnte dann das größte und umfangreichste Hochwasserschutzprojekt Oberösterreich fertiggestellt werden und bietet nun über 22.000 Menschen in sieben Gemeinden Schutz vor 100-jährlichen Hochwasserereignissen.

In der heutigen 34. Sitzung der Machlanddamm-Beirates im Linzer Landhaus erinnerte der Beiratsvorsitzende an das Jubiläum. Im Jahr 2013 hatte der Hochwasserschutz Machlanddamm seine erste Bewährungsprobe und seine Schutzwirkung unter Beweis zu stellen. Der um insgesamt über 180 Millionen Euro errichtete und knapp 37 Kilometer lange Damm zwischen Mauthausen und St. Nikola an der Donau hielt den enormen Wassermassen stand.

„Es ist beeindruckend, wie hier in Zusammenarbeit der Gemeinden, Land und Bund ein riesiges Jahrhundertprojekt umgesetzt werden konnte, um die Bevölkerung vor den Gefahren von Überflutungen und Hochwasser im Unterem Mühlviertel zu schützen. Wir wissen, dass mit der Klimakrise auch die Intensität und Häufigkeit von Starkregenereignissen zunehmen werden. Daher werden wir weiter an dem Ausbau arbeiten an Schutz und gleichzeitiger Verbesserung der Gewässerökologie arbeiten. Immer wichtiger wird auch der Schutz unserer Böden und das Eindämmen des Verbauens unseres Grünlandes, da auch die zügellose Bodenversiegelung und Zersiedelung in unserem Land eine beispiellose Fehlentwicklung war und ist“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Details zur Entstehung des Machlanddammes:

Bereits nach den Hochwässern im Jahr 1991 gründeten die sieben betroffenen Gemeinden den Hochwasserschutzverband Donau-Machland. Das im Herbst 2002 zur Einreichung vorgesehene Projekt wurde auf Grund des Donauhochwassers 2002 nochmal überarbeitet und berücksichtigte in der Folge teilweise um einen Meter höhere Hochwasserstände und wurde 2003 auch schon zur Bewilligung eingereicht. Die Verhandlungen mit den Grundeigentümer/innen konnten in für derart riesige Projekte schneller Zeit abgeschlossen, die Finanzierungsfragen geklärt und die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen werden, sodass ab dem Spatenstich am 29. November 2008 in acht Baulosen zwischen Mauthausen und St. Nikola der Damm errichtet und bis August 2012 fertiggestellt werden konnte.

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