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Presseaussendung

Herkunftskennzeichnung in Gemeinschaftsverpflegung ist erster wichtiger Schritt – Ziel muss aber eine Kennzeichnung in der gesamten Gastronomie bleiben

Kälber auf tausende Kilometer weiten Touren in brütender Hitze, Schweine mit abgebissenen Ohren und Schwänzen – für das Schnitzel oder das Kotelett auf österreichischen Tellern. Immer wieder finden grauenvolle Bilder der Massentierhaltung in die Öffentlichkeit und zeigen dabei die Schattenseiten der industrialisierten und globalisierten Landwirtschaft.

Billiges Fleisch um jeden Preis ist zu einem großen Problem geworden. Unser System der Lebensmittelversorgung und Tierhaltung krankt zum Nachteil von Tierwohl und auch dem Klima. So sind etwa die wahnwitzigen und tausende Kilometer langen Kälbertransporte nicht nur für die jungen Tiere eine Tortur, sie sind auch eine gewaltige Belastung für Klima und Umwelt. Mit einer guten Herkunftskennzeichnung können wir wirksam gegensteuern und unseren Lebensmitteln wieder mehr Wert beimessen“, lobt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder den ersten Schritt der Bundesregierung, die eine Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung nun verpflichtend vorschreibt.

Kennzeichnung heißt Transparenz der Handelsströme und gibt den Konsument/innen Wahlfreiheit bspw. auch über Standards bei Umweltschutz und Tierhaltung und auch über die Länge des Transportweges. Handel und Verpflegungsbetriebe geraten unter Zugzwang, eine größere Sorgfalt bei der Auswahl der Lieferanten und Produkte walten zu lassen.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Wir alle wollen wissen, was wir essen. Dafür braucht es Transparenz und bessere Kennzeichnung. Gerade bei der Außer-Haus-Verpflegung war dies bisher kaum nachzuvollziehen.“ Wie auch der Gesundheitsminister sieht Landesrat Kaineder den Druck nun steigen, um am Ende des Weges zu einer umfassenden Kennzeichnungsverpflichtung in der gesamten Gastronomie zu kommen. Positiv bewertet Kaineder die Nachweispflicht der Gastronomie, wenn freiwillig Angaben zur Herkunft gemacht werden.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Für die freiwillige Kennzeichnung gibt es gute Gründe. Es kann hier in der Gastronomie zu einer Trendwende kommen, wenn immer mehr Gastronominnen und Gastronomen den Griff zu heimischen Produkten als Vorteil für ihre Gäste und für die regionale Wertschöpfung durch eine Vernetzung regionaler Produzentinnen und Produzenten und der Gastronomie erkennen.“

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