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Pressekonferenz

GEMEINSAM AUFS WASSER SCHAUEN – Umweltressort startet multimediale Infokampagne zum Schutz unseres Trinkwassers und der Gewässer in Oberösterreich

Oberösterreich ist das Land der Seen & Gewässer und weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt für seine Wasserqualität. Das kommt nicht von ungefähr: Das Bewusstsein aller Landsleute für den Schutz der Gewässer, die tiefe Verbundenheit mit dem Element und eine umfassende, ständige Kontrolle des Wassers im Land garantieren, dass das so bleibt und noch besser wird.

Vor knapp einem Jahr kehrte die Wasserwirtschaft nach sechs Jahren geteilter politischer Verantwortung der Wasseragenden – aufgeteilt in Wasserwirtschaftsangelegenheiten und Wasserrechtsangelegenheiten bei zwei Landesräten – in das Umwelt-, Wasser- und Klimaressort unter Verantwortung von Landesrat Stefan Kaineder zurück. „Das war aus verwaltungsökonomischer Sicht ein gebotener Schritt und für die vielen engagierten Mitarbeiter/innen und Fachexpert/innen in den Abteilungen eine Vereinfachung, wenn die Fäden in einem wesentlichen Umweltschutzbereich nun bei einem politischen Verantwortlichen zusammenlaufen“, so Kaineder. Die Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Oberösterreich verfügt über ein sehr breites Portfolio und verschiedene Themenbereiche. „Rund 350 Mitarbeiter/innen leisten täglich hervorragende Arbeit und sorgen dafür, dass aus unseren Leitungen sauberes Trinkwasser fließt, dass das Abwasser fachgerecht gereinigt wird oder dass unsere Seen von ausgezeichneter Wasserqualität sind“, so Landesrat Stefan Kaineder.

In einer multimedialen Informationskampagne trägt Landesrat Stefan Kaineder die Arbeit der Wasserwirtschaft nun öffentlichkeitswirksam nach außen. Gemeinsam mit einem kreativen, jungen Team wurde „Aufs Wasser schauen“ entworfen. Neben musikalischen Spots, die von typisch oberösterreichischen „Gstanzln“ getragen werden, gibt es auch eine Website (http://www.aufs-wasser-schauen.at/), auf der man sich schnell und niederschwellig über verschiedenste Themen in Bezug auf Wasser in Oberösterreich informieren kann. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir in Oberösterreich über qualitativ so hochwertiges Wasser verfügen. Die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft werden immer mehr und umfangreicher, nicht zuletzt durch das rapide Voranschreiten der Klimakrise. Die Klimaforschung sagt uns eindrücklich, dass Extremwetterereignisse wie Dürren oder durch Starkregen verursachte Hochwässer häufiger werden. Es ist daher einerseits wichtig, uns auf diese Szenarien bestmöglich vorzubereiten und andererseits die Bevölkerung über die Arbeit der Oö. Wasserwirtschaft zu informieren“, so Landesrat Kaineder.

Die Themenschwerpunkte der Abteilung Wasserwirtschaft im Überblick

  • Nationaler Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP)

Der Nationale Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) ist eine flussgebietsbezogene Planung auf Grundlage der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze der Wasserrahmenrichtlinie hat das zuständige Bundesministerium in Zusammenarbeit mit den wasserwirtschaftlichen Planungen der Länder alle sechs Jahre einen Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (NGP) zu erstellen.

  • Trinkwasser

Wasser ist Lebensmittel Nr. 1, das durch nichts ersetzt werden kann. Die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser ist für Leben und Gesundheit unabdingbar. Wasser bildet die Lebensgrundlage für Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus.

Im Zusammenhang mit der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurde auf europäischer Ebene die Aussage getroffen, dass Wasser keine übliche Handelsware ist, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss.

Die Wasser-Charta des Bundes sieht unter anderem vor, dass Österreich auch in Zukunft eigenständig über seine Wasserressourcen entscheiden wird und das Wasser eine Kernkompetenz unserer Gemeinden und Wassergenossenschaften bleiben muss.

Der großen Bedeutung der natürlichen Ressource Grundwasser Rechnung tragend wurde in Oberösterreich Trinkwasser als besonders schützenswertes Gut in die Landesverfassung aufgenommen.

  • Abwasser

Das Land Oberösterreich genießt einen hervorragenden Ruf in Sachen Umweltschutz. Dies bezieht sich nicht zuletzt auch auf den Bereich des Gewässerschutzes.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden – neben dem Schaffen eines Bewusstseins in der Bevölkerung für das Lebenselement Wasser – auch hohe Förderungsmittel für die Errichtung von Abwasserentsorgungsanlagen zum Schutz unserer Gewässer zur Verfügung gestellt.
Die zentral besiedelten Bereiche sind in der Zwischenzeit im Wesentlichen abwassertechnisch erfasst, das Hauptaugenmerk liegt derzeit auf der Erschließung des ländlichen Raumes und auf der Wert- und Funktionserhaltung der vorhandenen Anlagen.

Bei der Neuerrichtung gilt es, optimale Lösungen unter Beachtung der ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen zu finden. Eine solche kann neben einer kanalmäßigen Erschließung die Errichtung einer vollbiologischen Kleinkläranlage mit Einleitung der gereinigten Abwässer in ein ausreichend wasserführendes Gewässer darstellen.

  • Grundwasser

Ziel einer nachhaltigen Grundwasserwirtschaft ist die Erhaltung stabiler wasserwirtschaftlicher Systeme, damit diese jetzt und in Zukunft von allen genutzt werden können.
Dieses Ziel erfordert die Konzentration auf nicht oder nur schwer reversible Eingriffe. Als zentrale Aufgabenfelder sind das Grundwasser, die Freihaltung der Hochwasserabflussbereiche und die Erhaltung der Vielfalt der Gewässerstrukturen anzusehen.

  • Hangwasser

Immer häufiger führt plötzlich auftretender Starkregen zu Überschwemmungen – auch fernab von Gewässern. Diese Hangwasserereignisse treten zumeist ohne Vorwarnzeit und sehr lokal auf. Die Hangwasserhinweiskarte OÖ steht allen Interessierten zu Verfügung: https://wo.doris.at/weboffice/externalcall.jsp?SessionID=SID-4D0FCF07-98C2B6C9&xmlid=Seiten%2F260919.htm&project=weboffice&language=de&user=guest&view=hangwasserkarte&client=auto

  • Hochwasser

Hochwasserschutz umfasst alle Maßnahmen zum Schutz des Menschen und des Wirtschaftsraumes vor Hochwasserereignissen. Dabei kann es sich um technische Maßnahmen, natürlichen Rückhalt der Wassermengen oder auch um weitergehende Vorsorgemaßnahmen handeln. https://www.land-oberoesterreich.gv.at/hochwasser.htm

  • Oberflächengewässer

Alle oberirdischen Gewässer auch offene Gewässer genannt, sind Binnengewässer und werden als Oberflächengewässer zusammengefasst, mit Ausnahme des Grundwassers. Das Land OÖ stellt unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at/12991.htm nützliche Informationen über Bäche, Flüsse, Seen und Badegewässer in Oberösterreich zur Verfügung.

  • Wassergenossenschaften

Dort wo Maßnahmen einzelner Personen nicht greifen oder unwirtschaftlich sind, macht eine gemeinschaftlich organisierte Lösung Sinn. Wassergenossenschaften (nach §§ 73 – 86 des Wasserrechtsgesetzes) stellen dabei besonders in Oberösterreich eine beliebte und zukunftssichere Organisationsvariante dar.

Als Körperschaften öffentlichen Rechtes sind Genossenschaften nicht auf Gewinn ausgerichtet und verfolgen den Genossenschaftszweck zum Wohle ihrer Mitglieder. Eigenverantwortung, Effizienz und Nachhaltigkeit sind die Motivation der Betreiber/innen.

  • Hydrographie

Der Hydrographische Dienst stellt hochwasserrelevante Messdaten wie aktuelle Wasserstände und Niederschlagssummen sowie Hochwasserprognosen zur Verfügung. Sie finden hier ebenfalls Hochwasser- und Wasserstandsberichte sowie weitergehende Informationen zum Wasserkreislauf. https://hydro.ooe.gv.at/

  • Lawinenwarndienst

Der Lawinenwarndienst des Landes Oberösterreich informiert über Lawinengefahr, Schnee, Wetterdaten und Messstationen. In den Wintermonaten erscheint der Lawinenbericht täglich um 18:00 unter http://oberoesterreich.avalanche-warnings.eu/

  • Wasserwirtschaftliche Planungen

Als wasserwirtschaftliche Koordinationsstelle trägt das wasserwirtschaftliche Planungsorgan dazu bei, die EU-Wasserrahmenrichtlinie, den Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan, die EU-Hochwasserrichtlinie, das Donauschutzübereinkommen und andere internationale und nationale Vorgaben umzusetzen.

Schwerpunkte sind die Beobachtung der wasserwirtschaftlichen Entwicklung in Oberösterreich und strategische Planungen zur Reduktion des Nährstoffeintrags in Gewässer, zur Wasserkraftnutzung an umweltgerechten Standorten, zur Verminderung des Hochwasserschadenspotentials und zur Klimawandelanpassung.

  • Gefahrenhinweiskarte für gravitative Massenbewegungen

Die Gefahrenhinweiskarte für gravitative Massenbewegungen macht erkennbar, wo Fachgrundlagen auf eine Neigung des Untergrunds zu Rutschungen, Setzungen, Erdfälle, Steinschlag oder setzungsempfindlichen Untergrund in den Hauptsiedlungsgebieten Oberösterreichs hinweisen.

Im Rahmen der Kampagne wurden einige zentrale Aufgaben der Abteilung Wasserwirtschaft herausgegriffen und aufgearbeitet. So gibt es neben den musikalischen Spots für TV und Hörfunk auch Print-Sujets.

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