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Presseaussendung

Die Maltsch am Weg zu einem natürlichen Gewässer – Grenzübergreifende Renaturierung mit Tschechien ist ökologisches Vorzeigeprojekt

Die bei Sandl entspringende und später in Budweis in die Moldau mündende Maltsch ist ein knapp 100 Kilometer langer Fluss, der auf rund 22 Kilometern Länge eine natürliche Grenze zu unseren tschechischen Nachbarn bildet. In den letzten Jahrhunderten wurde dieser Grenzfluss durch zahlreiche Querbauwerke wirtschaftlich genutzt. Doch diese haben nun ihre ursprüngliche Bestimmung verloren. Um den Fluss wieder näher zu seiner ursprünglichen und natürlichen Form zu bringen, wird die Maltsch nun in einem grenzübergreifenden Projekt gemeinsam mit Tschechien renaturiert.

Die Grundlage dazu bildet ein bilateraler Beschluss zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie am gemeinsam verwalteten Grenzgewässer Maltsch/Malše. Ziel ist es,die Wanderbewegungen verschiedener Wasserlebewesen zu erleichtern und der Maltsch einen Teil ihrer Natürlichkeit und damit den Flusstypus zurückzugeben, den der Wasserlauf vor den menschlichen Eingriffen hatte. Anmerkung: Als menschliche Eingriffe sind hier die Querbauwerke gemeint.
Neben der Attraktivierung des Lebensraumes für zahlreiche Fischarten sollen auch die Lebensbedingungen für die Restbestände der stark gefährdeten Flussperlmuschel verbessert werden. Die Längswanderung der Bachforelle als Wirtsfisch für die Flussperlmuschel ist in diesem Zusammenhang essentiell.

Bei einem Lokalaugenschein an der Maltsch im Gemeindegebiet von Windhaag bei Freistadt machte sich der für Wasser zuständige Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder ein Bild von dem Projekt: „Es freut mich sehr, dass wir der Maltsch etwas Gutes tun können. Mit diesem Renaturierungsprojekt geben wir ihr einen Teil ihrer Natürlichkeit zurück. In erster Linie profitieren davon die vielen Flusslebewesen, die nun weniger Barrieren zu überwinden haben, und als Folge auch die Flussperlmuschel. Ich bedanke mich bei allen beteiligten Personen genauso wie bei den Kolleginnen und Kollegen aus Tschechien für die gute und konstruktive Zusammenarbeit“, so Landesrat Kaineder nach seinem Besuch an der Maltsch.

„Mir ist wichtig, dass sowohl der Naturschutzaspekt als auch der historische Hintergrund bei diesem Projekt berücksichtigt wird. Die Maltsch ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für Naturliebhaber/innen über unsere Gemeindegrenzen hinaus und darf durch diese Renaturierungsmaßnahmen ihren Charakter und ihr idylisches Aussehen nicht verlieren. Es freut mich, dass wir gemeinsam mit Landesrat Kaineder eine Lösung gefunden haben die sowohl den gewünschten naturwissenschaftlichen Zweck erfüllt aber auch die Bedenken aus Sicht der Historiker/innen und Anrainer/innen ausräumen konnte“, so die Bürgermeisterin der Marktgemeinde Leopoldschlag, Anita Gstöttenmayr, nach dem Lokalaugenschein.

„Die Querbauwerke in der Maltsch sind nicht nur Zeugnisse des jahrhundertelangen wirtschaftlichen Wirkens des Menschen, sondern gleichzeitig auch Zeugnisse großer politischer Umbrüche des 20. Jahrhunderts an der Grenze zwischen Österreich und Tschechien. Damit bestehen große emotionale Bindungen an diese Zeugnisse der Vergangenheit. Es freut mich daher, dass es gelungen ist, die Durchgängigkeit für die Wasserlebewesen herzustellen und gleichzeitig dem geschichtlichen und kulturellen Erbe Rechnung zu tragen und zumindest Teile der Bauwerke zu belassen“, ergänzt der Bürgermeister der Marktgemeinde Windhaag bei Freistadt, Martin Kapeller.

Es war eine lösungsorientierte Verhandlung mit zufriedenstellendem Ergebnis für alle Beteiligten“, so der Vizebürgermeister von Sandl, Manfred Lehner, abschließend.

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