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Lokalaugenschein mit Landesrat Stefan Kaineder, Bundesministerin Mag.a Leonore Gewessler

zum Thema

Der Hallstätter-Gletscher als Fieberthermometer der Klimakrise – Präsentation der aktuellen Ergebnisse des Gletschermessprogrammes und Lokalaugenschein des Gletschersterbens

Weitere Referenten:

  • Kay Helfricht, Ph.D. (Institute for Interdisciplinary Mountain Research)
  • DDr. Werner Steinecker (Generaldirektor Energie AG)
  • Mag. Klaus Reingruber (Meteorologe BlueSky Wetteranalysen)

Eisbären, die sich in Rudeln durch Müllhalden graben auf der Suche nach Nahrung: Dieses verstörende Bild aus der Arktis verbreitete sich in den letzten Wochen rund um den Globus. Es ist ein Sinnbild des Klimawandels, der sich längst zur Klimakrise für Tier und Mensch ausgeweitet hat und dem es dringlichst Einhalt zu gebieten gilt. Parallel dazu misst man in der kältesten Stadt der Erde – dem sibirischen Werchojansk in Jakutien – im Juni unvorstellbare PLUS 38 Grad. Laut der Weltwetterorganisation ist diese Hitzewelle nur mit dem Klimawandel erklärbar.

“Wir müssen diese Ereignisse als das sehen was sie sind – ein Blick in die Zukunft, denn die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie die ganze Welt im Durchschnitt. Die Entwicklungen in diesen Regionen der Erde haben weitreichende Folgen, da die Pole Wetter und Klima in niedrigeren Breitengraden beeinflussen, wo Hunderte Millionen Menschen leben. Und genau deshalb müssen wir jetzt handeln und gemeinsam über alle Grenzen hinweg der Klimakrise den Kampf ansagen. Wir wissen wie es geht, jetzt müssen wir es machen“, so Klimalandesrat Stefan Kaineder.

Nicht nur die Eisschilde in Grönland und der Antarktis schmelzen. Auch die Gletscher verloren weltweit seit 1961 in Summe mehr als 9.000 Mrd. Tonnen Eis. Allein diese Gletscherschmelze ließ den Meeresspiegel um 2,7 Zentimeter ansteigen. Global gesehen hat in den vergangenen 30 Jahren der Massenverlust der Gletscher deutlich zugenommen: Derzeit verlieren die Gletscher weltweit 335 Mrd. Tonnen Eis pro Jahr. Diese Schmelze trägt jährlich zu einem Anstieg des Meeresspiegels um knapp einen Millimeter bei. Damit macht das geschmolzene Eis der Gletscher 25 bis 30 Prozent des aktuellen Anstiegs des globalen Meeresspiegels aus.

Klimalandesrat Stefan Kaineder: „Gletscher sind die Fieberthermometer unseres Planeten und sie zeigen uns, dass der Planet an hohem Fieber leidet. Sie haben aber auch andere wesentliche Funktionen, etwa im Tourismus sowie in der Wasserkraftnutzung oder als Wasserspeicher für Trinkwasser. Aus diesem Grund haben Energie AG und oö. Klimaschutzressort 2006 die gemeinsame Forschungstätigkeit von BlueSky Wetteranalysen und der Uni Innsbruck am Dachsteingletscher gestartet.

Ein Blick auf die klimatischen Verhältnisse der letzten Wochen/Monate zeigt den Klimawandel in seinen vielen Facetten. Im Flachland und in tiefen Lagen habe der Winter zumeist ohne Schnee stattgefunden, eine Aneinanderreihung von Tiefdrucklagen mit starkem Westwind sorgen für einen milden und feuchten Februar mit Oberösterreichweit 4-5 Grad über dem langjährigen Mittel. Direkt danach 2 Monate mit Trockenheit, die Niederschlagsmengen lagen zwischen 40 und 80% unter den langjährigen Werte, im Zentralraum und im Mühlviertel gab es stellweise nur wenig Liter Regen pro Monat.

Nach den Hitzesommern der letzten Jahre zeigten sich Juni und Juni relativ moderat aber zu warm, im Vergleich zum Vorjahr waren diese Monate um 3,5 Grad kühler. Es gab 2020 bisher nur 3-5 Hitzetage, im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt 11-15 Tage. An den letzten Tagen hat uns der Sommer wieder eingeholt, am Dienstag wurden Höchstwerte zwischen 33 und 34 Grad erreicht, Donnerstag, Freitag und Samstag werden wieder 3 Hitzetage.  Die Niederschlagsmengen sorgen für gutes Pflanzenwachstum, nur im Salzkammergut ist der Sommer bisher zu trocken.

Klimalandesrat Stefan Kaineder: „Die Rekordtemperaturen des letzten Sommers zeigen sich auch in den Messwerten der Massenbilanz und des Gletscherberichtes 2019.  Wie bei allen Alpengletschern gab es auch am Dachstein große Rückgangsraten, speziell bei der Längenmessung gab es punktuell Rekordwerte von bis zu 40 Meter Rückgang in einem Jahr, im Mittel verloren die Dachsteingletscher 11 Meter an Länge. Was wir brauchen und was jetzt auch realisiert wird sind Maßnahmen und Investitionen in den Klimaschutz. Mit den aktuellen Förderungen, den in Umsetzung befindlichen Gesetzesvorhaben und dem angekündigten Österreichticket sind erste Meilensteine auf den Weg gebracht. So wird es gelingen, die Einsparungen Österreichs im Sinne des Weltklimavertrages auch realistisch zu erreichen. Denn klar ist: Es darf mit dem Klimaschutz in Österreich nicht so erfolglos weitergehen wie in den vergangenen Jahren: Wurden innerhalb der EU bei den CO2-Emissionen seit 1990 um über 24% eingespart, hatte Österreich in dieser Zeit sogar einen leichten Zuwachs zu verzeichnen. Wir sind die erste Generation, die die dramatisch Folgen der möglichen Klimakrise erlebt und wir sind die letzte Generation, die wirksam gegensteuern kann. Unsere Verantwortung für die Zukunftssicherung der nächsten Generationen ist daher enorm wichtig und groß. Und es ist die Aufgabe aller Körperschaften einen Beitrat zu leisten – deshalb brauchen wir auch in Oberösterreich einen massiven Schub für den Klimaschutz, für sanfte Mobilität, klare Ausbaupfade erneuerbarer Energie, die Vorbildwirkung der öffentlichen Hand im gesamten Baubereich und der Mobilität und ein klares Bekenntnis aller zum Klimaschutz. Wir haben die Pilotprojekte und die Technik – nun muss es konsequent in die Umsetzung gehen.“

Schmelzen die Gletscher, sind die Konsequenzen umfassend, sehr weittragend und treffen z.B. Hochwasserschutz, Trinkwasserversorgung, Wasserkraft, Bewässerung, aber auch Freizeit und Wirtschaft durch fehlende Passierbarkeit von Wegen und leere Hütten. Setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, dann ist es nur mehr eine Frage der Zeit, bis Oberösterreichs Gletscher verschwunden ist. Um die Pariser Klimaziele noch zu erreichen und eine Trendwende bei der Gletscherschmelze und der Klimakrise zu schaffen, braucht es eine engagierte Klimaschutzpolitik, die auch Rückenwird durch den Erfolg des Klimaschutzvolksbegehrens erhalten hat.

Die Klimakrise ist die große Frage unserer Zeit – und hier am Dachstein-Gletscher sehen wir, was geschieht, wenn wir den Kampf gegen sie nicht gewinnen. Die Gletscher gehören zu den fragilsten Teilen unserer Umwelt, wenn sie schmelzen, wissen wir: Wir müssen etwas tun. Diese Lehre müssen wir von den heutigen Bildern mitnehmen. Sie bestärken mich in unserem Auftrag für konsequenten Klimaschutz“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler.

Hitzerekorde machen Klimakrise weltweit und in Oberösterreich sichtbar

Die Auswirkungen der Klimakrise aufgrund der Erderhitzung werden immer stärker: Auch 2019 war ein weiteres Rekordjahr und auch wenn man es kaum glauben kann, so liegt auch 2020 bereits über dem langjährigen Mittel. Die Wissenschaft geht auch in den nächsten Jahren im Sommer von deutlich erhöhten Temperaturen und einem Anstieg an Hitzetagen (>30 Grad Celsius) und Tropennächten (>20 Grad Celsius) aus.

Blue Sky Wetteranalysen 40 Jahre Gletscherrückgang am Dachstein

Nach einer kalten Phase in den 70ziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde 1981 der letzte Gletschervorstoß am Dachstein registriert, seither gehen die Gletscher kontinuierlich zurück. Seit der Jahrtausendwende hat sich dieser Trend noch verstärkt, der Temperaturanstieg durch den Klimawandel setzt den Gletschern immer deutlich zu, die Frage nach einem Ablaufdatum stellt sich immer häufiger.

Im Vergleich zu den vergangenen Jahren mit Rekordsommern sind die klimatischen Verhältnisse in den Gebirgsregionen Oberösterreich in der aktuellen Saison relativ normal. Die Temperaturen liegen im Bereich des Dachsteins leicht im Plus (zu warm) wobei die derzeitige kurze sehr warme hochsommerliche Phase in den Mittelwerten noch nicht relevant ist.

Trotz mildem Winter mit leicht unterdurchschnittlicher Schneelage kann man die bisherige Wettersituation bisher als gletscherfreundlich bezeichnen, der Gletscher ist noch  zu 50% schneebedeckt, 2 Kaltfronten mit anschließender Schneebedeckung haben sich positiv ausgewirkt. Die letzten heißen Tage haben nun aber die Abschmelzung beschleunigt, die nächsten Tage und Wochen sind für den Gletscher entscheidend, eine negative Bilanz ist daher wahrscheinlich. Der „Übergang“ zu einer negativen Bilanz erfolgt aus derzeitiger Sicht in der ersten Augustwoche. Bei einer Begehung vor 10 Tagen war der Gletscher an 7 von 16 Messpunkten schneefrei.

Quelle: BlueSky Wetteranalysen
Messpunkt am Hallstätter Gletscher am 20.07.2020

Rechnerische Auswertung der bisherigen Situation am Hallstätter Gletscher:

Bei den gezeigten Werten (Grafik unten) handelt es sich um Berechnungen basierend auf einem sogenannten Gradtag-Modell. Dieses Modell verwendet die örtlich gemessenen Wetterdaten (Tagesmitteltemperatur und täglichen Niederschlag), um Akkumulation, Ablation und in Folge dessen auch die Massenbilanz abschätzen zu können. Es handelt sich also hierbei um keine direkten Massenbilanzmessungen am Gletscher, aber damit das Modell für den Hallstätter Gletscher realistische Werte liefert, musste es erst mit vor Ort Messungen der Massenbilanz kalibriert werden. Diese tägliche Auswertung ist auf der Projekts Homepage www.dachsteingletscher.info abrufbar (links unten Link „Wie geht es dem Gletscher heute?“)

Die Abbildung oben zeigt die Gesamtmassenbilanz für den Hallstätter-Gletscher für das aktuelle hydrologische Jahr, das mit 1. Oktober beginnt und am 30. September des Folgejahres endet. Die Bilanz wird bis zum Vortag gerechnet und täglich aktualisiert.

Dr. Kay Helfricht Institute for Interdisciplinary Mountain Research (IGF)
Austrian Academy of Sciences (ÖAW) 6020 Innsbruck, Austria

Um die zukünftige Entwicklung der Gletscher abzuschätzen, braucht es neben den Messungen der Massenbilanz an der Oberfläche auch Informationen über die Verteilung der Eisdicke sowie deren Änderung über die Zeit.

Über die vom Land Oberösterreich zur Verfügung gestellten Höhenmodelle können diese Parameter berechnet sowie abgeleitet werden. Entlang einzelner Profile gemessene Eisdicken dienen dabei zur Verbesserung der modellierten Eisdickenverteilung.

Am Hallstätter Gletscher liegt die maximale Eisdicke noch bei rund 100 m. Zum Zeitpunkt der letzten Laserscan Befliegung 2018 betrug die mittlere Eisdicke 39 m. Mit einer Fläche von 2,64 km² ergibt sich damit ein Volumen des Hallstätter Gletschers von 0,1 km³. Würde man das gesamte Eis schmelzen, so würde dies einen Wasserstand von knapp 1 m über die Fläche der Landeshauptstadt Linz bedeuten.

Von 2006 bis 2018 hat der Hallstätter Gletscher etwa 13% seiner Fläche und 28% seines Volumens verloren. Selbst wenn das Klima so bliebe, wie es derzeit vorherrscht, wird der Hallstätter Gletscher sich weiter zurückziehen. Bei Fortsetzung der beobachteten Höhen- und Flächenänderungen würde er über die nächsten 30 Jahre mehr als die Hälfte seines derzeitigen Volumens verlieren.

DDr. Werner Steinecker, Generaldirektor Energie AG: Regionale Verantwortung heißt für Energie AG Oberösterreich nachhaltige Energieerzeugung und schonender Umgang mit Ressourcen – Dachstein-Gletscher als Indikator für Veränderungen

Die Energie AG Oberösterreich ist in unserem Land fest verwurzelt und verankert. Regionale Verantwortung umfasst neben den wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen bzw. gesellschaftlichen Aspekten vor allem eine nachhaltige Energieerzeugung und einen schonenden Umgang mit den Ressourcen. Der Dachsteingletscher ist ein Indikator für Veränderungen in unserer Umwelt und daher unterstützt der Konzern bereits seit 2006 gemeinsam mit dem Land OÖ das wissenschaftliche Forschungsprojekt „Untersuchung von Klima und Massenhaushalt der Dachsteingletscher“. Bei dem Projekt sollen Veränderungen der Gletscherfläche dokumentiert und die Auswirkungen auf die Hydrologie und die Wirtschaft einer ganzen Region festgestellt werden.

„Seit der Gründung im Jahr 1892 hat die Energie AG und ihre Vorgänger-Unternehmen ihre Verantwortung für unser Land wahrgenommen. Eine sichere Versorgung mit Energie bei einem schonenden Ressourceneinsatz lautet unsere Devise. Hier muss man mit Augenmaß und Hausverstand handeln. Die Beforschung des Gletschers am Dachstein ist daher nicht nur ein wichtiger Indikator für künftige Entwicklungen, sondern es geht bei dem Gletscher auch um ein Naturdenkmal unseres Landes“, betont Generaldirektor Werner Steinecker.

Besonders in der Energiewirtschaft nimmt das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Position ein, da die Geschäftstätigkeiten mit direkten ökologischen Auswirkungen, aber auch gesellschaftlichen Anforderungen verbunden sind. Während die Abfallentsorgung zunehmend von der Kreislaufwirtschaft beeinflusst und an einem schonenden Ressourcenumgang gemessen wird, ist die Energie AG als Telekom-Anbieter an der Transformation zu einer digitalen Gesellschaft wesentlich beteiligt. Von dem lichtschnellen und zuverlässigen Glasfaserinternet konnten die Kunden insbesondere in den vergangenen Monaten während der Coronakrise enorm profitieren, da es zu keinen Performanceengpässen kam, wie es bei anderen Medien der Fall war.

Die unmittelbaren Auswirkungen der Wetterextreme werden gerade für die Infrastruktur immer stärker spürbar. Die Energie AG bekennt sich zur umweltverträglichen Nutzung erneuerbarer Energien, errichtet und betreibt Wasserkraftwerke sowie thermische Kraftwerke, unter anderem auch mit Einsatz von Biomassebrennstoffen. Sie engagiert sich beim Ausbau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus fördert sie die Forschung im Bereich der alternativen Stromerzeugung.

2.701 GWh, das sind 70,8 Prozent (Geschäftsjahr 2018/2019) der Stromeigenaufbringung der Energie AG kommen aus erneuerbaren Quellen, davon 93,2 Prozent aus Wasserkraft, der Rest aus Photovoltaik, Windkraft, Biomasse und biogene Abfälle.

Die Energie AG betreibt insgesamt 43 eigene Wasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 280 MW und einem Regelarbeitsvermögen von rund 1.150 GWh. Weiters hält die Energie AG Bezugsrechte an Wasserkraftwerken mit einer Leistung von ca. 380 MW und einem Regelarbeitsvermögen von rund 1.390 GWh.

Traunkette ist eine der zentralen Wasserkraftachsen in Oberösterreich

Die Traunkette mit ihren 16 Speicher- und Laufkraftwerken ist eine der zentralen Wasserkraftachsen. Die Stromerzeugung in diesem Einzugsbereich mit durchschnittlich 700 GWh pro Jahr ist ein wesentlicher Bestandteil der Wasserkrafterzeugung.

Das Dachstein-Gebiet mit dem Gosausee am Beginn wirkt dabei wie ein natürlicher Speicher, der im Winter Niederschlag in Form von Schnee und Eis zwischenspeichert und danach kontinuierlich als Schmelzwasser abgibt. 

Der Gosausee in seiner heutigen Form entstand erst durch den Bau der Stauanlage des Kraftwerks Gosau, welche 1911 fertiggestellt wurde. Durch den Staudamm wurde der Wasserspiegel des Sees um rund 15 Meter angehoben – das bedeutet, dass der See zusätzlich 8,5 Millionen Kubikmeter Wasser mehr aufnehmen kann. Mit diesem Fassungsvermögen fängt er auch einen Teil der Niederschlags- und Schmelzwässer aus dem Dachstein-Gebiet auf und dient als Jahresspeicher für die Kraftwerkskette Gosau.

Die Stromerzeugung in den Kraftwerken Gosau, Gosauschmied, Steeg-Überland, Steeg-Bahn, Bad Goisern, Lauffen, Gmunden, Steyrermühl, Gschröff, Siebenbrunn, Traunfall, Kemating, Stadl-Paura, Lambach, Marchtrenk sowie Traun-Pucking ist mit durchschnittlich 700 GWh pro Jahr ein wesentlicher Bestandteil der Wasserkrafterzeugung der Energie AG. Damit versorgt sie rund 200.000 Haushalte oder ca. 600.000 Einwohner jährlich mit elektrischer Energie.

Im vergangenen Geschäftsjahr zeigt sich eine ausgeglichene Erzeugungsbilanz der Kraftwerke an der Traun gegenüber der technisch möglichen Erzeugung (Regelarbeitsvermögen) der Anlagen. Dies ist vor allem auf eine dem Regeljahr entsprechende Niederschlagssituation zurückzuführen.

Im laufenden Geschäftsjahr ist die Erzeugungsbilanz aufgrund geringerer Schneemengen in den höheren Lagen sowie den niederschlagsarmen Monaten April und Mai bislang noch unter den Planwerten. Im Zeitraum von 01. Oktober 2019 bis Ende Juni 2020 liegt die Erzeugung um 6 % unter dem langjährigen Durchschnitt.

Energie AG forciert den Ausbau von Energie aus Wasser

Seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wird die Wasserkraft zur Stromerzeugung genutzt. Sie ist Basis der oberösterreichischen Stromversorgung und die Säule der erneuerbaren Energien. Daher wird ihr in Zukunft noch größere Bedeutung zukommen.

Die Energie AG hat deshalb geprüft, welche Projekte möglich sind, um das noch vorhandene Potential von zusätzlichem erneuerbaren Strom aus Wasserkraft an der Traun auszuschöpfen. Mit den Wasserkraftwerks-Projekten Dürnau, Weißenbach und Traunfall kann eine Steigerung von bis zu 65  Mio. Kilowattstunden von sauberem Strom erzeugt werden. Damit könnte eine Einsparung von 55.000 Tonnen CO2 pro Jahr erzielt werden.

Der Ersatzneubau des Kraftwerks Dürnau in Vöcklabruck befindet sich bereits in Bau und wird ab dem Jahr 2021 den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von rund 1.400 Haushalten mit sauberem Strom aus Wasserkraft decken.

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