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Presseaussendung

3-Punkte-Plan gegen Plastikflut in Österreich ist Meilenstein zum Schutz unserer Lebensgrundlagen

Plastik bzw. Kunststoffe sind wertvolle Materialien, sind etwa aus den Bereichen Medizin, Technik oder Lebensmittelhygiene nicht wegzudenken. Doch Plastik wird auch sehr leichtfertig eingesetzt, etwa bei Verpackungsmaterial, Plastiksackerln oder als Mikroplastik in Kosmetika. In diesen Bereichen werden Ressourcen massiv vergeudet und die Umwelt strapaziert, etwa durch Plastik-Teilchen überall in unseren Böden und Gewässern oder als tödliche „Futterquelle“ von Fischen und Wasservögeln.

Die Weltproduktion an Kunststoff hat sich seit den 1960er Jahren auf 322 Millionen Tonnen verzwanzigfacht. 700 kg Plastikmüll landen im Meer – in jeder einzelnen Sekunde. Gesamt schwimmen 150 Millionen Tonnen Plastik im Meer – und sind damit Todesgefahr für Meerestiere und Vögel. Aktuell schwimmt sechsmal mehr Plastik in unseren Meeren als Plankton. Der Plastikmüll in den Weltmeeren hat sich aufgrund der Strömungen mittlerweile zu riesigen Plastikinseln geformt, drei davon sind belegt: Im Nord- und Südpazifik sowie im Nordatlantik.

Um der Plastik-Flut endlich Herr zu werden, hat Zukunftsministerin Leonore Gewessler einen „3-Punkte-Plan“ entwickelt. Der Plan sieht erstens vor, dass der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen sukzessive mit vorgegebenen Quoten erhöht wird. Zweitens soll auf Einweggetränkeverpackungen wie Plastikflaschen und Dosen ein Pfand eingehoben werden. Gemeinsam mit Herstellern, Handel, Entsorger usw. wird ein Modell im Klimaschutzministerium erarbeitet. Drittens sollen auch die Verursacher/innen wie Produzent/innen und Importeur/innen einen Beitrag leisten. Angedacht ist eine Abgabe von rund 80 Cent pro Kilogramm in Verkehr gebrachten Plastikverpackungen.

„Die angedachte Ökologisierung unseres Abfallwirtschaftsgesetzes mit verbindlichen Quoten für Mehrweganteil und die Einführung eines Einwegpfandes sind ein Meilenstein zum Schutz unserer Umwelt und damit unserer Lebensgrundlage. Außerdem können wir uns Strafzahlungen an die Europäische Kommission sparen, da wir damit auch die EU-Ziele erreichen werden. Wir müssen unseren Umgang mit Plastik ganz grundsätzlich überdenken. Mit dem vorgelegten Paket wird eine Zeitenwende eingeleitet“, betont Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder.

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