Zukunft der Zuversicht am Oö. Klimagipfel 2026

Presseaussendung

Zukunft der Zuversicht am Oö. Klimagipfel 2026

Der Oö. Klimagipfel 2026 stand gestern im Zeichen der Zuversicht und machte deutlich: Die Klimakrise ist real und sie trifft uns auch in Oberösterreich. Es ist spürbar, dass strukturelle Veränderungen nötig sind. Die bieten zahlreiche Chancen und wir verfügen über alle Voraussetzungen, sie zu nutzen: Flüsse, Wind und Sonne für ein zukunftstaugliches Energiesystem, kluge Köpfe, starke Betriebe und engagierte Gemeinden und Menschen, die anpacken. Rund 200 Teilnehmer:innen kamen im ausgebuchten Lentos Kunstmuseum Linz zusammen, um Wege für ein unabhängiges Oberösterreich zu diskutieren.

„Zukunft der Zuversicht heißt für mich nicht, die Klimakrise kleinzureden“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. „Zukunft der Zuversicht heißt: Wir schauen hin. Wir sagen ehrlich, was ist. Und wir entwickeln Schritt für Schritt die Lösungen dafür – hier bei uns in Oberösterreich.“

Drei Impulse – eine klare Botschaft: Zuversicht hat viele Gesichter

Den inhaltlichen Rahmen setzten drei führende Fachleute, die eindrucksvoll aufzeigten, woraus Zuversicht geschöpft werden kann:

Katharina Rogenhofer vom KONTEXT Institut für Klimafragen stellte Daten und Fakten der derzeit prognostizierten Erderwärmung und ihrer Gefahren vor und betonte: Es geht nicht nur um Klimaschutz um des Klimas Willen. Es geht darum zu entscheiden, welche Welt wir für uns, unsere Kinder und Enkel schaffen wollen. Mit ambitionierten Ökologisierungs- und Anpassungsmaßnahmen können wir nicht nur Risiken minimieren, sondern eine lebenswertere, unabhängigere Zukunft mit einem starken Wirtschaftsstandort gewinnen. Und: Zukunftstechnologien setzen sich global längst durch – es geht auch darum, den Anschluss nicht zu verpassen. 

Einen Einblick in die österreichische Energiewirtschaft gab Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur. Jährlich fließen 10 Mrd. Euro für fossile Energie nach Saudi Arabien, Kasachstan oder die USA. Die Folgen sind entgangene Wertschöpfung, weniger Autonomie und Kontrolle, volatile Preise und Abhängigkeit. Gleichzeitig bleibt ein enormes Potenzial an heimischen erneuerbaren Energieressourcen ungenutzt. Durch den vielfach höheren Wirkungsgrad elektrischer Antriebe und Heizungen wäre Österreich in Zukunft sogar in der Lage, seinen gesamten Energiebedarf mit Erneuerbaren zu decken.

Dolna-Gruber betonte die Wichtigkeit der Energiewende nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern hob auch hervor, dass sie mehr Souveränität, mehr Sicherheit und mehr Lebensqualität für die Menschen im Land bringt. 

Die Rechtsanwältin und Gründerin der CLAW Initiative für Klimarecht Michaela Krömer präsentierte einen weiteren Hebel der Transformation: den rechtlichen Rahmen. Sie stellte gerichtliche Entscheidungen vor, die ausgehend von einzelnen Betroffenen bahnbrechende Veränderungen für ganze Gesellschaften einleiteten. Vor Jahrzehnten führten sie zu weniger Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe oder Geschlecht, zuletzt in der Schweiz zu verpflichtenden Klimaschutzmaßnahmen. Für sie sind Gerichte Orte der Zuversicht, weil dort kleine Details eine große Wirkung entfalten können. Rechtliche Fortschritte schaffen Orientierung, stärken demokratische Prozesse und können wichtige Impulse für eine erfolgreiche Transformation setzen.

Wirtschaft & Klima: Chancen ergreifen 

Der Oö. Klimagipfel machte deutlich: Wo Klimaschutz und Wirtschaft gegeneinander ausgespielt werden, führt kein Weg zum Erfolg. Matthias Pastl (voestalpine), Alina Mirwald (EWS) und Jürgen Secklehner (TriPlast) sind sich am Wirtschaftspodium einig: 

Eine erfolgreiche Transformation ist nicht nur eine Frage der Technologie, sondern auch eine Frage von Geschäftsmodellen, Unternehmenskultur und der Menschen und benötigt klare und faire Rahmenbedingungen. Gerade darin liegen große Chancen für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiges Wachstum auf allen Ebenen.

Kaineder: „Ich glaube an die Chance der Veränderung“

Landesrat Kaineder zieht eine positive Bilanz: „Ich glaube an ein Oberösterreich, das nicht wartet, bis andere die Zukunft erfinden. Ich glaube an ein Oberösterreich, das die Chancen der Veränderung nutzt und selbst vorangeht. Die Transformation ist eine der größten Zukunftschancen unseres Landes – wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich. Wenn wir gemeinsam anpacken, können wir zeigen, wie Zuversicht in konkrete Fortschritte übersetzt wird.“