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Presseaussendung

Weltbienentag 2022: Verlust der Insektenvielfalt nach wie vor alarmierend – mit gesundem Boden den Bienen unter die Flügel greifen

Viele Entwicklungen haben in den letzten Jahrzehnten das Leben der Honigbienen erschwert. Nicht vergessen werden sollten wir aber die „wilden“ Verwandten unserer Honigbiene. Sie haben es noch mit verschärften Bedingungen zu tun, werden nicht von den Imker/innen gepflegt und kämpfen ständig ums Überleben. Ein wesentlicher Faktor, neben der Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und der Verarmung der Landschaft, ist der Einsatz von Pestiziden, die Jahre in den Böden verbleiben können.

Neben der Honigbiene gibt es in Österreich rund 690 Bienenarten. Diese Wildbienen sind teilweise nur wenige Millimeter groß, teils richtige Brummer wie die Hummeln. Ein weiterer wichtiger Aspekt in Zusammenhang mit dem Schutz von Wildbienen ist der Bodenschutz. 70 Prozent aller heimischen Wildbienenarten nisten in unseren Böden. Mit jedem Hektar, der in Oberösterreich versiegelt wird, wird auch der wertvolle Lebensraum von Wildbienen zerstört.

Rund 2 Hektar Fläche werden täglich allein in Oberösterreich der Natur und Landwirtschaft in Form von Siedlungsraum, Betriebsarealen, Straßen oder Abbaugebieten entzogen. Die Hälfte davon wird versiegelt und geht dadurch auch als Wasserspeicher und Nistplatz für Wildbienen verloren.

„Wenn wir Bienen und andere Bestäuber schützen wollen, müssen wir auch geeigneten Platz für unsere kleinen Helferinnen schaffen. Bienen und auch Regenwürmer danken es uns, wenn wir Rasengittersteine der asphaltierten Einfahrt oder Schotterwege dem fugenlosen Pflaster vorziehen“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.

Als hocheffiziente Bestäuberinnen sind Wildbienen unverzichtbar, da sie oft schon bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fliegen. Unglaubliche 500 Millionen Euro an Bestäubungsleistung erbringen sie pro Jahr in Österreich. Weltweit hängt ein Drittel der Nahrungsmittelproduktion von Bestäuber-Insekten ab – ohne sie müssten wir u. a. auf Kirschmarmelade, Apfelstrudel oder Kaffee verzichten.

„Unsere hunderten Bienenarten erweisen unserer Natur und unserer Landwirtschaft einen großen Dienst. Gerade in Jahren, in denen im Frühjahr vorwiegend nass-kaltes Wetter herrscht, sind es die Wildbienen, die dem Schlechtwetter trotzen und zum Bestäuben ausfliegen. Als Politik ist es daher unsere Aufgabe, endlich ambitionierten Bodenschutz in Oberösterreich zu betreiben. Wir müssen damit aufhören, die wertvollen Lebensräume unserer summenden Helferinnen zu vernichten“, erklärt Kaineder.

Nähere Informationen zu Bienen, den bienenfreundlichen Gemeinden Oberösterreichs und Tipps zum Bau von Nisthilfen finden Sie unter www.bienenfreundlich.at.

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