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Pressekonferenz mit Landesrat Stefan Kaineder, Bernadette Schützenhofer (Gärtnerei Schützenhofer), Paul Zarzer (Land OÖ – Abteilung Umweltschutz) und Rudolf Huemer (Huemer Kompost GmbH)

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Unser Schatz im Garten – Umweltressort präsentiert neue Broschüre zum richtigen Kompostieren – Kompost bereitet Boden für blühende Gärten und gesundes Gemüse und Obst

Die Kompostierung von Bioabfällen aus Garten und Haushalt ist das Schließen des natürlichen Stoffkreislaufs und ein wesentlicher Teil der Abfallvermeidung. Der gewonnene Kompost, „das schwarze Gold“, liefert natürlichen Dünger, verbessert die Bodenstruktur und hält die Pflanzen gesund. Anstatt biogene Abfälle in einer der 180 – großteils bäuerlich betriebenen Kompostierungsanlagen – zu verarbeiten, werden diese „Wertstoffe“ oftmals an Bachrändern oder in benachbarten Waldstücken abgelagert. Dass dies nicht erlaubt ist und auch unserem Klima schadet, ist vielen nicht bewusst.

Durch den Ausbau der Biotonnensammlung sowie durch die Schaffung von Sammelstellen zur Abgabe von Grün- und Strauchschnitt kann ein bedeutender Schritt in Richtung Klimaschutz getan werden. Zusätzlich zur Bioabfallsammlung ist es auch notwendig die Hausgartenkompostierung fachlich zu unterstützen. LR Stefan Kaineder: „Kompostieren ist die beste Form von Recycling – aus Pflanzen werden wieder Pflanzen werden. Das tolle am Kompostieren ist, dass es im eigenen Garten genauso wie auf professionell betriebenen Anlagen gemacht werden kann und dabei hochwertige Komposterden entstehen die wiederum Nährboden für neues Leben sind. Ob im eigenen Garten, oder vom Kompostierer in Ihrer Umgebung hergestellt – Kompostieren und Kompostanwendung ist gelebter Umwelt- bzw. Klimaschutz und Nährboden für hochwertige biologische Lebensmittel aus Ihrer Region.“ Tipps und Informationen dazu gibt es im Kompostfolder “Richtig Kompostieren im eigenen Garten”.

Richtig Kompostieren – Aktiver Klimaschutz

Kompostieren schützt das Klima, denn falsch gelagerte biogene Abfälle verfaulen unkontrolliert und es werden klimaschädliche Gase freigesetzt. Ein schlecht betriebener Hausgartenkomposter kann jährlich so viele klimarelevante Gase freisetzen wie ein Auto auf 350 Fahrkilometern. Durch eine fachgerechte Kompostierung der biogenen Abfälle, könnten in Oberösterreich pro Jahr bis zu 40.000 Tonnen CO2-Äquivalent eingespart werden.

Aber nicht alle Abfälle eignen sich zum Kompostieren im eigenen Garten und sollten daher auf professionell betriebenen Kompostierungsanlagen verwertet werden. So enthalten Biotonnenabfälle beispielsweise neben gekochten Speise- und Zubereitungsresten auch in geringen Mengen tierische Anteile, welche im eigenen Garten aus hygienischer Sicht besser nicht kompostiert werden sollten. Diese können über das Sammelsystem Biotonne ebenfasst werden und in einer der ca. 160 Kompostierungsanlagen in Oberösterreich ebenfalls zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden. Auch Gartenabfälle können zu Sammelstellen bzw. zum jeweiligen Kompostierer gebracht werden, falls diese im eigenen Garten nicht kompostiert werden. Im Gegenzug kann man sich gleich Kompost vom heimischen Betrieb mit nach Hause nehmen.

Kompost – Natur im Kreislauf

Die Natur kennt keine Abfälle, abgestorbene Pflanzenteile werden von Bakterien, Pilzen, Mikroorganismen und Kleinlebewesen abgebaut und in Humus umgewandelt. Dieser Humus dient wiederum den Pflanzen als Nahrung und schließt somit den natürlichen Kreislauf.

„Ich beschäftige mich seit mehr als 25 Jahren mit der Herstellung von hochwertigem Kompost und ich bin stolz, zu den besten Kompostierern Österreichs zählen zu dürfen. Kompost ist ein effektiver Dünger der vor allem im Gegensatz zu synthetischen Düngemitteln ganz natürlich ist. Er verbessert den Boden, macht ihn fruchtbarer, liefert wertvolle Nährstoffe und speichert mehr Wasser. Das ist gut für die Natur und Umwelt, denn nur ein gesunder Boden bringt auch gesunde Pflanzen hervor“, so Rudolf Huemer, Geschäftsführer von Huemer Kompost.

Auf einer Gesamtfläche von rund 3 Ha Rottefläche stellt die Fa. Huemer Kompost bereits seit mehr als 25 Jahren aus biogenen Abfällen Bio-Kompost der Güteklasse A+ her. Biotonne sowie Grün- und Strauchschnitt werden zum Großteil für Gemeinden in Oberösterreich entsorgt, stammen somit aus der Region – ein Plus für den Klimaschutz. Die große Fläche ermöglicht optimale Prozessabläufe und eine lange Nachreife des Kompostes. Hochwertiger Kompost wird regelmäßig zertifiziert, muss Hygienestandards einhalten und frei von Keimen, Salmonellen und Unkrautsamen sein. Innovative Produktionsverfahren und eine laufende Überwachung der Produktionsabläufe sichern eine hohe Qualität.

Aufgrund dieses aufwendigen Verfahrens können auch Bioabfälle wie feste Speisereste, gekochte Lebensmittel oder auch das Bio-Müll-Sackerl aus Pflanzenstärke verarbeitet werden, die für eine Hausgartenkompostierung nicht geeignet sind.

„Leider finden wir im Bio-Müll aber auch immer wieder Plastik, Alu, Glas und andere Stoffe. Diese müssen händisch aussortiert werden. Würden wir diese während der Kompostierung mit verarbeiten, würden die Stoffe in den Boden gelangen und ihn zwangsläufig verunreinigen und massiv schädigen. Das Aussortieren dieser Stoffe ist für uns sehr zeitaufwändig und kostenintensiv – aber auch zwingend notwendig“, erklärt Rudolf Huemer, Geschäftsführer von Huemer Kompost.

Tipps und Informationen im neuen Kompostfolder “Richtig Kompostieren im eigenen Garten”

Damit die Kompostierung im eigenen Garten gut funktioniert und man von den positiven Eigenschaften des selbst hergestellten Kompostes auch tatsächlich profitieren kann, hat das Umweltressort des Landes Oberösterreich eine Broschüre mit tollen Tipps und Infos rund um das Thema Kompost zusammengestellt. Egal ob es um das richtige Mischverhältnis, die optimale Feuchtigkeit, den richtigen Standort oder das regelmäßige Belüften der Kompostmiete im Garten geht. Passionierte Hobbygärtner/innen finden hier alles um diese Kreislaufwirtschaft perfekt im eigenen Garten leben zu können. Denn Kompost-Zufuhr steigert die Bodenatmung, schafft mehr Bodenleben und ein reiches Wurzelsystem festigt die Bodenstruktur.

Die Broschüre kann heruntergeladen oder bestellt werden unter https://www.land-oberoesterreich.gv.at/boden.htm

Gärtnermeisterin Bernadette Schützenhofer: „Aus meiner Erfahrung ist Kompost für den Garten, die Pflanzen und den Boden so wichtig, weil er Dünger, Lebensraum und Nahrung für Würmer und eine Vielzahl an Mikroorganismen ist und diese gebraucht werden damit guter Boden entsteht. Guter Kompost fördert das Bodenleben, die Gesundheit der Pflanzen und den Erfolg im Garten um vitaminreiches wertvolles Gemüse zu ernten“.

Kompost hat auch einen erzieherischen Wert für Kinder. Zu erleben wie aus organischem Material Erde wird, die Möglichkeit manche Kompostwurm-Kolonie zu erforschen oder einen Igel auf Nahrungssuche zu erspähen bedeutet Umweltbildung hautnah.

„In jeden Hausgarten sollte ein Komposthaufen sein, damit das anfallende organische Material wieder verwertet wird und dadurch gute Erde entsteht. Wichtig dabei ist, dass Kompost die Verwendung von Torf im Garten ersetzen kann und somit hilft, Moore zu erhalten. Neben der Vermeidung von chemischen Mineraldüngern ein großer Beitrag des naturnahen Gärtnerns zum Klimaschutz und der nachhaltigen Bodenverbesserung“, so Gärtnermeisterin Bernadette Schützenhofer.

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