Umstrittenes Spekulationsprojekt „Hotel Triforet“ nach Konkurs geschlossen
Presseaussendung
Umstrittenes Spekulationsprojekt „Hotel Triforet“ nach Konkurs geschlossen – Millionenförderung muss zurückgefordert werden
Grüne fordern volle Aufklärung und ein Ende für den Ausverkauf unserer Heimat
„Mit der Schließung des Konkursverfahrens und der neuerlichen Suche nach einem Betreiber wird endgültig sichtbar, was wir von Anfang an kritisiert haben: Das Triforet ist offenkundig nicht als wirtschaftlich tragfähiger Ganzjahresbetrieb konzipiert worden, sondern als undurchsichtiges Investorenmodell. Wenn ein Projekt schon kurz nach dem Start in die Insolvenz schlittert und der Betrieb nur mit Mühe und neuen Gesellschafterkonstruktionen fortgesetzt werden kann, dann deutet vieles darauf hin, dass dieses Modell krachend gescheitert ist“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
Für Kaineder ist damit auch der zuständige Tourismuslandesrat Markus Achleitner gefordert: „Achleitner muss jetzt endlich die Konsequenzen ziehen und umgehend die Rückforderung der Millionenförderung für dieses gescheiterte Projekt einleiten. Es kann nicht sein, dass Steuergeld der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher dafür verwendet wurde, ein fragwürdiges Investorenmodell zu stützen, das mit nachhaltigem Tourismus in der Region wenig zu tun hat. Das war von Beginn an ein Projekt, das vor allem dem Ausverkauf unserer Heimat gedient hat.“
Besonders brisant ist für Kaineder der offenkundige Widerspruch rund um die Nutzungsmöglichkeiten der verkauften Einheiten: „Die Errichtergesellschaft hat beim Verkauf der Einheiten ganz offen mit ‚Selbstnutzungsoptionen für Ihren Urlaub mit Rendite‘ geworben. Gleichzeitig sagt Herr Fröhlich nun in den OÖN, die Investoren hätten keine Nutzungsrechte und es gebe ‚auch keine Ausnahmen‘. Diesen Widerspruch muss Tourismuslandesrat Achleitner endlich auflösen. Beides zugleich kann nicht stimmen.“
Kaineder fordert daher volle Transparenz: „Die Menschen in Oberösterreich haben ein Recht darauf zu erfahren, wofür ihr Geld verwendet wurde. Wenn mit öffentlichen Mitteln ein Modell gefördert wurde, das in Wahrheit auf Immobilienverwertung statt auf echten Tourismus ausgerichtet war, dann ist das politisch nicht zu rechtfertigen.“
„Das Triforet ist damit endgültig zum Symbol einer verfehlten schwarz-blauen Tourismuspolitik geworden: öffentliche Gelder für ein Investorenkonstrukte statt Unterstützung für nachhaltige, regionale und wirklich tragfähige Tourismusprojekte. Genau deshalb braucht es jetzt die Rückforderung der Förderung, volle Aufklärung und ein Ende solcher Investorenmodelle an den schönsten Plätzen unserer Heimat“, so Landessprecher LR Kaineder.