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Presseaussendung

Gerade Oberösterreich ist durch die Nähe zu Temelin und die drohenden Atommüllendlager an der tschechischen Grenze unmittelbar von der der Atomkraft bedroht

Die Aussagen von NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger zur Zukunft der Atomkraft in einem Interview lassen mehr als aufhorchen. In diesem meint Meinl-Reisinger, dass der deutsche Atomausstieg, der in Deutschland nach der verheerenden Atom-Katastrophe von Fukushima beschlossen wurde, ein Fehler gewesen sei und dass weiter öffentliche Gelder in die Erforschung der Atomenergie fließen sollen. „Ich bin ehrlich gesagt schockiert über die Aussagen der NEOS-Chefin zur Atomkraft. Ich war der Annahme, dass über alle politischen Lager hinweg ein Konsens gegen diese Hochrisikotechnologie herrscht. Wer sich nur ein wenig damit beschäftigt, sollte in den letzten 35 Jahren mitbekommen haben, welch unermessliches Leid bereits angerichtet wurde und welch enorme Umweltschäden von dieser Art der Energiegewinnung ausgehen“, betont der Grüne Landessprecher und Umweltlandesrat Stefan Kaineder.

Für Kaineder stehen die ausschließlich negativen und drastischen Folgen der Atomkraft außer Frage. „Jegliche und damit auch neue Investitionen in die Atomkraft sind ein schwerer Schaden für den Klimaschutz. Sie ist zu teuer, zu langsam, zu gefährlich und verhindert den dringend notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien“, betont Kaineder und verweist dabei auch auf die besondere Rolle Oberösterreichs. „Unser Bundesland ist durch die Nähe zu Temelin und die drohenden Atommüllendlager an der tschechischen Grenze unmittelbar von der Atomkraft bedroht. Wir haben hier in Oberösterreich eine lange Tradition des Anti-Atomkampfes mit den Grünen an der Spitze. Wir stellen uns daher mit aller Kraft gegen jegliche Relativierung der Atomgefahr und gegen jegliche unterstützende Stimme für diese Energiegewinnung“, betont Kaineder.

„Allein für den Ausbau von Dukovany müssten die tschechischen Steuerzahlerinnen und -zahler rund 7 Milliarden Euro aufbringen. Und selbst dann wird man frühestens 2035 ans Netz gehen können. Um die Klimakrise wirksam zu bekämpfen, müssen wir bei der Stromproduktion zu diesem Zeitpunkt schon 5 Jahre CO2 neutral sein. Die Forderung von Meinl-Reisinger zur weiteren Beforschung der Atomkraft ist daher völlig abwegig. Eine tote Technologie darf nicht gefördert werden. Außerdem müssen radioaktive Abfälle für 1 Million Jahre endgelagert werden. Wie das gefahrlos funktionieren soll, kann nach wie vor niemand schlüssig beantworten“, zeigt Kaineder eine weitere bedrohliche Auswirkung der Atomkraft auf.

Österreich hat sich durch einen klugen BürgerInnenentscheid vor Jahrzehnten entschieden, nicht auf die Nutzung von Atomkraft zu setzen. Und noch mehr sehen wir, wie unverantwortlich es ist, weiterhin auf diese lebensbedrohliche Hochrisikotechnologie zu setzen. „Wir müssen uns daher weiter mit aller Kraft gegen den Ausbau dieser hochriskanten Technologie wehren. Diesen politischen Diskurs wieder zu öffnen, halte ich für brandgefährlich und verantwortungslos“, so Kaineder.

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