Ministerium stoppt Rindertransporte über Linzer Flughafen

Presseaussendung

Ministerium stoppt Rindertransporte über Linzer Flughafen – „Es zahlt sich aus, Missstände öffentlich zu machen“

Die umstrittenen Rindertransporte vom Flughafen Linz nach Turkmenistan sind gestoppt. Das Gesundheitsministerium hat die Zulassung der veterinärbehördlichen Grenzkontrollstelle am Flughafen Linz-Hörsching ausgesetzt. Damit dürfen bis auf weiteres keine Rinder mehr über den Linzer Flughafen in Drittstaaten ausgeflogen werden. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, der diese Woche ein sofortiges Ende der Transporte gefordert hatte, begrüßt die Entscheidung.

„Das zeigt, dass es sich auszahlt, Missstände öffentlich zu machen und nicht lockerzulassen. Noch vor wenigen Tagen wurden am Linzer Flughafen hunderte Rinder in Frachtmaschinen verladen und tausende Kilometer nach Zentralasien geflogen. Jetzt sind diese Transporte gestoppt. Das ist eine wichtige und richtige Entscheidung im Sinne des Tierschutzes“, sagt Kaineder.

Besonders schwer wiegen für Kaineder die Gründe für den Transportstopp. Laut Gesundheitsministerium wurden Mängel im Abfertigungsprozess auf ungarischer Seite festgestellt. Zudem gebe es am Flughafen Linz keine Möglichkeiten für eine ordnungsgemäße Versorgung der Tiere. Auch bei früheren Kontrollen der Grenzkontrollstelle seien bereits Mängel festgestellt und Verbesserungsaufträge erteilt worden.

„Das sind keine Nebensächlichkeiten. Wenn lebende Tiere über Stunden und tausende Kilometer transportiert werden, müssen ihr Schutz und ihre Versorgung an erster Stelle stehen. Dass das Ministerium nun einschreitet, zeigt, wie wichtig es war, diese Transporte öffentlich zu hinterfragen“, so Kaineder.

„Der Linzer Flughafen darf nicht zur Drehscheibe für internationale Lebendtier-Langstreckentransporte werden. Gerade weil das Land Oberösterreich Alleineigentümer des Flughafens ist, müssen wir hier eine klare Haltung einnehmen“, kündigt der Grüne Tierschutzsprecher und Landtagsabgeordnete Rudi Hemetsberger einen Antrag an, mit dem das Land als Eigentümer aufgefordert werden soll, künftig keine Lebendtiertransporte mehr über den Linzer Flughafen abzuwickeln.