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Presseaussendung

Marktcheck OÖ – Kennzeichnung bei eihaltigen Produkten innerhalb von fünf Jahren zurückgegangen

Im Auftrag von Landesrat Kaineder hat die Preisaufsicht OÖ in mehreren Supermärkten eine stichprobenartige Erhebung eihaltiger Lebensmittel, bei denen ein hoher Ei-Anteil zu erwarten ist, durchgeführt. Dazu wurden Produkte aus den Kategorien Teigwaren, Backwaren, Feinkost, Mayonnaise und Eierlikör (unter Sonstiges ausgewiesen) ausgewählt. Derzeit finden Konsument/innen v.a. gekennzeichnete Produkte mit Eiern aus Freiland- oder Bodenhaltung; die vielen verarbeiteten Eier aus Käfighaltung aus dem Ausland werden auf den Packungen von Produkten völlig verschwiegen.

Fazit: Von insgesamt 76 verschiedenen Produkten waren 41 oder 54 Prozent ohne Angabe der Herkunft, 35 Produkte oder 46 Prozent waren mit Angabe der Herkunft. Von den 35 Produkten, wo die Herkunft angegeben wurde, waren 20 aus Freilandhaltung und 15 aus Bodenhaltung.

Werden die Daten aus der Erhebung 2022 mit jenen der letzten aus 2017 verglichen, ist eine Verschlechterung bei der Kennzeichnung festzustellen: Von insgesamt 93 verschiedenen Produkten waren im Jahr 2017 29 Prozent ohne Angabe der Herkunft, 71 Prozent hatten Herkunftsangaben – unterschiedlich nach Produktgruppe.

Die Ergebnisse aus 2017 im Detail:

Die Ergebnisse aus 2022 im Detail:

Besonders auffallend und auch für das Ergebnis maßgeblich sind die enormen Unterschiede bei der Kennzeichnung von Backwaren und Feinkost. Hier hat sich die Auswertung beinahe ins Gegenteil verkehrt.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Die Kennzeichnung von Frischeiern ist eine absolute Erfolgsgeschichte, da die Konsumentinnen und Konsumenten die Wahl bekommen haben und damit auf das Produkt mit einer besseren Haltungsform zurückgreifen können. Die nun vorliegenden Ergebnisse unseres Marktchecks mit einem erheblichen Rückgang bei der Kennzeichnung ist ein Alarmsignal. Daher muss die Kennzeichnung der Haltungsform bei Eiern auch in verarbeiteten Produkten und in der Gastronomie bzw. Gemeinschaftsverpflegung verpflichtend werden. Das hilft unseren Landwirtinnen und Landwirten, bringt mehr Tierwohl und bringt Transparenz für die Konsumentinnen und Konsumenten.“

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