Landesenergieversorger steigt bei Windkraftprojekt Sandl ein
Presseaussendung
Landesenergieversorger steigt bei Windkraftprojekt Sandl ein – Achleitner muss jetzt Verbotszonen streichen!
Der verkündete Einstieg der Energie AG beim Windpark Sandl ist eine sehr gute Nachricht, stellt aber die bisherige Windkraftlinie des Landes Oberösterreich vor einem kompletten Widerspruch. Während Landesrat Achleitner, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Energie AG ist, eine Windkraft-Ausschlusszone für das Projekt in Sandl plant, will sich nun ausgerechnet die Energie AG an diesem Projekt beteiligen. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder fordert deshalb eine klare Erklärung, wie diese beiden Linien zusammenpassen sollen und eine sofortige Streichung der geplanten Verbotszonen für ganz Oberösterreich.
Für den Windpark Sandl läuft derzeit die Umweltverträglichkeitsprüfung. Geplant sind 19 Windräder; zugleich zählt das Gebiet zu jener Region, für die Achleitner eine Windkraft-Ausschlusszone vorgesehen hat. Laut OÖNachrichten wird sich die Energie AG nun mit 30 Prozent am Windpark beteiligen. Der Aufsichtsrat soll darüber am 29. September entscheiden. Sein Vorsitzender ist Wirtschafts- und Energielandesrat Markus Achleitner. Kaineder hofft, dass bei Achleitner nun die wirtschaftliche Vernunft siegt und er den Einstieg zulässt.
„Da passt jetzt dann gar nichts mehr zusammen. Auf der einen Seite soll in Sandl Windkraft verhindert werden, auf der anderen Seite will erfreulicherweise ausgerechnet unser Landesenergieversorger dort investieren. Achleitner muss jetzt seine Verbotszonen streichen und die blauen Windkraftketten endlich ablegen. Alles andere wäre ein nachhaltiger schwerer Schaden für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Das ist nun seine Chance, dass in seiner Ära als Energielandesrat mehr als ein Windrad errichtet wird“, sagt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.