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Presseaussendung

Gallneukirchen zeigt raumplanerische Weitsicht – ONE-Gallneukirchen als Musterbeispiel für gelungene Ortskernbelebung

Das langsame und leidvolle Sterben der Ortskerne in Oberösterreich hat den Menschen in unzähligen Gemeinden ihr gesellschaftliches und geschäftliches Zentrum genommen. Die Ursachen dafür mögen vielschichtig sein, der Ursprung und Ausgang dieser Entwicklung ist aber in den laxen Vorgaben des Raumordnungsrechts zu suchen. Die gelebte Praxis der Widmung von Grünflächen für Einkaufszentren und Supermärkte in die Peripherie der Ortschaften führte zwangsläufig dazu, dass hunderte kleine Händler/innen, Fleischhauer/innen, Handwerksbetriebe und Bäcker/innen ihre Geschäfte schließen mussten. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren oder wanderten in Richtung „Grünland-Shoppingmalls“ oder Supermärkte ab. Der wirtschaftliche Druck und der Wettbewerb unter den Gemeinden beschleunigte diese Entwicklung.

Landesrat Stefan Kaineder: „Wie man erfolgreich gegen diese Tendenz vorgehen kann, zeigen Anton Riepl und die Stadt Gallneukirchen mit dem ONE-Gallneukirchen eindrucksvoll.“ Mitten im Herzen der Stadt schuf der Unternehmer Riepl mit dem ONE einen neuen Stadtteil, um einen enormen Beitrag zur Ortskernbelebung zu leisten und um vor allem zu zeigen, dass mit Mut und Weitblick gegen die Zersiedelung erfolgreich vorgegangen werden kann.

„Das ONE stärkt das Zentrum von Gallneukirchen und stellt einen wichtigen Baustein in der Erreichung unseres Ziels, eine lebendige Gemeinde mit ausgezeichneter Infrastruktur zu bleiben, dar. Es bedeutet eine ideale Ergänzung zum schon bisher sehr guten Nahversorgungsangebot durch regionale klein- und mittelständische Nahversorger. Kurze Wege, fuß- und radläufige Erreichbarkeit sind damit für die Gallneukirchner Bevölkerung gegeben. Unser Gemeindemotto „Stadt erleben, Land genießen“ wird durch das ONE und seine Lage am Naherholungsgebiet Große Gusen weiter untermauert“, so Bürgermeisterin Gisela Gabauer

Stadtrat Andreas Kaindlstorfer: „Für die Gemeinden braucht es klare Vorgaben zur Raumentwicklung, damit kein „Widmungswildwuchs“ mehr möglich ist und die Zentren nicht weiter ausgedünnt werden. Mit unserem ONE in Gallneukirchen zeigen wir, wie Zentrumsbelebung funktionieren kann. Vor allem müssen wir aber davon wegkommen, dass auf Zuruf von Bürger/innen wertvolles Grünland in Bauland umgewidmet wird.“

„Die Raumordnungsgesetzgebung in Oberösterreich leitete nicht nur das große Ortskernsterben ein, sie sorgte auch für einen massiven Bodenverbrauch. Nach wie vor verlieren wir in Oberösterreich unsere fruchtbarsten Böden für die Lebensmittelproduktion, mit eine Ursache für den Verlust unserer Artenvielfalt“, betont Landesrat Stefan Kaineder. In einer vom Umweltressort beauftragten SORA-Umfrage halten es 79 Prozent für sehr oder ziemlich sinnvoll, strengere Auflagen zu erlassen, um die Bodenversiegelung auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Für mehr als die Hälfte der oberösterreichische Bevölkerung (56 Prozent) sind strengere Auflagen sogar sehr sinnvoll. Für Landesrat Kaineder kann der Bodenverbrauch auf ein Mindestmaß verringert werden, wenn vier Punkte im Raumordnungsgesetz festgeschrieben sind:

  • Industrie- und Gewerbebrachflächen nutzen statt auf der grünen Wiese bauen
  • Landesweiter Grünzonenplan zum Schutz der Erholungs- und Rückzugsgebiete für Mensch und Tier
  • Keine riesigen Parkflächen bei Firmen und Einkaufszentren, wenn dabei wichtiges Grünland verloren geht
  • Kein Verbauen unserer fruchtbarsten Böden – „Wo unser Essen wächst, wird nicht mehr gebaut“
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