Presseaussendung

Freiwilligenbefragung zeigt weiterhin großes Engagement für geflüchtete Menschen

10.000 Helferinnen und Helfer haben sich 2015 und 2016 in Oberösterreich für geflüchtete Menschen engagiert und Unglaubliches geleistet. Sie alle haben mit ihrem Engagement zur Integration in Oberösterreich beigetragen. Viele dieser Engagierten begleiten und unterstützen auch heute noch geflüchtete Menschen. Für einen Einblick in die aktuellen Aktivitäten und Aufgaben freiwillig Engagierter im Bereich geflüchtete Menschen wurde Ende des Vorjahres eine große Freiwilligenbefragung von ZusammenHelfen in Oberösterreich durchgeführt.

„Insgesamt haben 352 Freiwillige und 49 freiwillige Initiativen und Vereine an unserer großen Online-Befragung teilgenommen. Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich nach wie vor mit großem Einsatz für geflüchtete Menschen engagieren und somit zu einer gelungenen Integration in Oberösterreich beitragen. Wichtig ist, die Freiwilligen weiterhin gut zu unterstützen, denn freiwilliges Engagement ist, wie in vielen andere gesellschaftlichen Bereichen, auch hier ein wichtige Säule und unverzichtbar“, so Nicole Sonnleitner, Leiterin des Unabhängigen LandesFreiwilligenzenrums (ULF), bei dem das Projekt ZusammenHelfen in Oberösterreich angesiedelt ist.

Zusätzlich zur Online-Befragung wurden von Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Gratz mehrere Fokusgruppen von freiwillig Engagierten in Oberösterreich durchgeführt, die einen noch tiefer gehenden Blick auf dieses so wichtige Feld zivilgesellschaftlichen Engagements legt.

„Freiwillig Engagierte geben viel an Engagement, aufgewendeter Zeit und Formen der Zuwendung und bekommen in ihrer Wahrnehmung großteils auch viel zurück – vor allem von den geflüchteten Menschen selbst und aus ihrem unmittelbaren sozialen Umfeld. Es ergeben sich aber auch besondere Belastungen für diese freiwillig Engagierten, wenn zum Beispiel junge geflüchtete Menschen über mehrere Jahre hinweg in Familien integriert wurden und trotzdem die Befürchtung einer Abschiebung im Raum steht“, so Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Gratz, der u.a. als Soziologe und Organisationsberater tätig ist.

Die Befragung zeigt auch auf, dass das Ausmaß des freiwilligen Engagements in Oberösterreich leicht rückläufig ist. Vor allem auch deshalb, weil begleitete Personen innerhalb Österreichs ihren Wohnort gewechselt haben oder Österreich verlassen mussten. Die Mehrheit der Befragten ist weiterhin motiviert, sich für geflüchtete Menschen zu engagieren.

„Das zivilgesellschaftliche Engagement ist ein wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft. Es erfreut mich umso mehr, dass in OÖ weiterhin so viele Menschen für geflüchtete Menschen aktiv sind und ihre Erfahrungen im Rahmen der Studie eingebracht haben“, so LR Kaineder, der das Engagement von Freiwilligen und Vereinen weiterhin bestmöglich unterstützen und sich für ein gutes Zusammenleben einsetzen wird.

Die gesamte Studie ist unter https://zusammen-helfen.at/aktuelles/befragung/ abrufbar.

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