Aktuelle Trockenheit – erste Hausbrunnen in Oberösterreich fallen trocken

Presseaussendung

Aktuelle Trockenheit – erste Hausbrunnen in Oberösterreich fallen trocken

Oberösterreichs Grundwasser fällt auf neue Rekordtiefs. Jetzt melden sich die ersten Menschen bei Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, deren Hausbrunnen trockenfallen. Die Dürre trifft damit nicht mehr nur Felder und Wälder, sie kommt in Küchen, Badezimmern und Familien an.

Wenn Menschen zuhause den Wasserhahn aufdrehen und nichts mehr kommt, dann ist das kein abstraktes Klimathema mehr. Dann geht es um die Frage: Habe ich morgen noch Trinkwasser? Genau deshalb dürfen wir beim Ausbau der öffentlichen Wasserversorgung nicht warten, bis der Brunnen leer ist“, sagt Klima- und Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder.

Die anhaltende Trockenheit setzt Oberösterreich massiv zu. Viele Grundwasserkörper fallen auf neue Tiefstände. Was lange vor allem Bäuerinnen und Bauern gespürt haben, trifft nun auch erste Haushalte: Hausbrunnen führen kein Wasser mehr. Betroffen sind vor allem Menschen in Orten und Siedlungen, die nicht an eine öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind. Für sie hängt die Trinkwasserversorgung oft an einem einzelnen Brunnen. Sinkt das Grundwasser zu weit ab, kann das schnell ein akutes Problem werden.

Bei Landesrat Kaineder melden sich bereits verzweifelte Bürgerinnen und Bürger. Sie berichten von leeren Brunnen, Sorgen um ihre Familien und der Frage, wie sie in den kommenden Wochen zu sauberem Trinkwasser kommen. „Ich verstehe jede Gemeinde, die bei großen Leitungsprojekten auf Kosten und Aufwand schaut. Aber Trinkwasser ist keine Frage, die man auf später verschieben kann. Angesichts der Klimakrise müssen wir die Trinkwasserversorgung ausbauen“, so Kaineder.

Kaineder appelliert daher erneut an die Gemeinden, die öffentliche Trinkwasserversorgung konsequent auszubauen. Die trockenen Brunnen machen sichtbar, was die Klimakrise in Oberösterreich bedeutet: weniger verlässliches Grundwasser, mehr Druck auf Landwirtschaft, Natur und Haushalte. Kaineder macht klar: „Wir müssen unser Wasser schützen, sparsamer damit umgehen und dort investieren, wo Menschen sonst verwundbar bleiben. Trinkwasser darf kein Glücksfall sein. Es muss auch in trockenen Jahren für alle erreichbar bleiben.“