Trockenheit in Oberösterreich hinterlässt deutliche Spuren – erste Flüsse fallen trocken
Presseaussendung
Trockenheit in Oberösterreich hinterlässt deutliche Spuren – erste Flüsse fallen trocken
Die anhaltende Trockenheit und die vorsommerlichen Temperaturen der letzten Tage hinterlassen immer deutlicher ihre Spuren an Oberösterreichs Gewässern. In mehreren Regionen sind kleinere Flüsse und Bäche bereits trockengefallen – so etwa der Hainbach im Mattigtal oder der Kühbach in Mattighofen.
„Diese Entwicklung dokumentiert deutlich die Folgen des fortschreitenden Klimawandels. Längere Dürre- und Hitzephasen treten häufiger auf und haben zunehmende Auswirkungen auf unsere Umwelt, die Wasserversorgung und die Fischbestände“, erklärt Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
Zahlreiche Pegel kleinerer Fließgewässer in Oberösterreich zeigen deutlich unterdurchschnittliche Wasserführungen oder gar Niederwasser. Einige Beispiele von Oberflächengewässern, die aktuell Niederwasser führen:
- Maltsch (Leopoldschlag)
- Große Naarn (Königswiesen)
- Aist (Schwertberg)
- Ipfbach (St. Florian bei Linz)
- Krems (Kirchdorf an der Krems)
- Laudach (Au)
- Schwemmbach (Friedburg)
- Trattnach (Leithen)
- Mattig (Jahrsdorf)
- Ramingbach (Steyr)
Die Gewässeraufsicht des Landes OÖ dokumentiert in den kommenden Wochen die trockengefallenen Gewässerabschnitte detailliert.
Die Dürre trifft die Gewässer gleich mehrfach: Einerseits engt der sinkende Wasserstand den Lebensraum der Fische ein, andererseits führen hohe Temperaturen zu Sauerstoffmangel. „Wenn sich die Fische nicht in kühlere oder tiefere Zonen zurückziehen können, droht Fischsterben“, so Kaineder.
Niedrigwasser wirkt sich auch auf die Wasserqualität aus: Durch weniger Verdünnung steigt die Konzentration von Nährstoffen aus Kläranlagen, was Algenblüten und Sauerstoffmangel fördert. „Wir sehen an der Mattig und vielen anderen Flüssen: Der Klimawandel ist keine abstrakte Bedrohung mehr. Er verändert unser Land, unsere Lebensgrundlagen und unsere Natur in einer Geschwindigkeit, die uns alle mehr und mehr fordert“, so Kaineder.