140 Gemeinden machen Oberösterreich bienenfreundlich
Presseaussendung
Schon 140 Gemeinden machen Oberösterreich bienenfreundlich
Am 20. Mai wird weltweit der Weltbienentag gefeiert. Ein wichtiger Anlass, um auf die zentrale Rolle von Bienen für Biodiversität, Landwirtschaft und Ernährung aufmerksam zu machen. In Oberösterreich setzt das Netzwerk der „Bienenfreundlichen Gemeinden“ ein starkes Zeichen für ihren Schutz.
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Ich finde es beeindruckend, wie engagiert sich die ausgezeichneten Gemeinden für den Schutz und Erhalt der Bienen und Insekten einsetzen und ihre Orte zum Aufblühen bringen. Unsere Bienenfreundlichen Gemeinden sind Vorbilder im Einsatz für mehr Vielfalt, und beweisen, dass es auch ohne Umweltgifte geht. Sie zeigen als Vorreiter auf, wie Bienen- und Umweltschutz im öffentlichen Raum funktioniert. Drei Viertel unserer Nutzpflanzen sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Somit hat das Bienen- und Insektensterben auch einen enormen Einfluss auf den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Ich bedanke mich bei allen teilnehmenden Gemeinden, die mit ihrem Engagement bewusst gegen diese Entwicklung vorgehen“.
Rund 420 Bienenarten leben in Oberösterreich, mehr als die Hälfte davon nistet im Boden. Neben der Honigbiene spielen vor allem Wildbienen eine unverzichtbare Rolle bei der Bestäubung zahlreicher Pflanzen. Doch Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft, Pflanzenschutzmittel und der Klimawandel setzen ihnen zunehmend zu.
Unter dem Motto „Unser Boden für Bienen“ engagieren sich bereits über 140 Gemeinden als Teil des größten Bienenschutz-Netzwerks im Bundesland. Sie verzichten im eigenen Wirkungsbereich auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, fördern heimische Pflanzen und gestalten öffentliche Flächen naturnah. Gleichzeitig motivieren sie Bürger:innen, Gärten und Betriebe biodiversitätsfreundlich zu gestalten.
„Gesunde Böden sind die Basis der Vielfalt – auch jener der Wildbienen. Die Bienenfreundlichen Gemeinden sind Vorbilder, weil sie ihre öffentlichen Flächen naturnah gestalten und damit auch ihre Bürger:innen motivieren, dazu beizutragen, dass Oberösterreich naturnah aufblüht“, so Georg Wiesinger, Projektleiter Bienenfreundliche Gemeinden
Das Projekt wird vom Bodenbündnis OÖ im Auftrag des Landes Oberösterreich umgesetzt und unterstützt Gemeinden mit Workshops, Beratung und konkreten Maßnahmen auf dem Weg zu mehr Biodiversität. Neue Gemeinden können ab Herbst 2026 wieder teilnehmen.
Anlässlich des Weltbienentages setzen die Bienenfreundlichen Gemeinden auf vielfältige Aktionen: Von einer Exkursion zum Bio-Saatgutbetrieb Samen Maier über einen Fotowettbewerb zur Vielfalt der Wildbienen bis hin zu praxisnahen Workshops in den Gemeinden, bei denen sowohl öffentliche Flächen als auch private Gärten biodiversitätsfreundlich gestaltet werden können. Mehr Infos sowie praktische Bienen-Tipps für den eigenen Garten oder Balkon findet man unter www.bienenfreundlich.at