Vorchdorf auf dem Weg Richtung Klimaneutralität
Pressekonferenz mit Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, Bürgermeister Johann Mitterlehner, Umweltausschuss-Obfrau Elisabeth Reisenberger und Klimabündnis OÖ Geschäftsführer Norbert Rainer
Vorchdorf auf dem Weg Richtung Klimaneutralität – Paris, wir kommen: kommunale Klimastrategie Vorchdorf 2030″ einstimmig im Gemeinderat beschlossen
Im Rahmen der Pariser Klimaziele haben sich im Jahr 2015 195 Staaten darauf geeinigt, die globale Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Während viele Staaten und fossile Lobbys ambitionierte Klimaschutzpläne verhindern, müssen die europäischen Staaten beweisen, dass sie unseren Kindern und Enkelkindern einen bewohnbaren Planeten übergeben wollen. Die Klima-Forschung ist sich einig: Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es eine radikale und sofortige Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase.
Für die Rettung des Planeten braucht es Maßnahmen und Anstrengungen auf allen Ebenen. Mit dem im Frühjahr 2022 gestarteten Projekt „Paris, wir kommen“ unterstützt das Klimabündnis OÖ seit 2022 gemeinsam mit dem Umwelt- und Klimaschutzressort des Landes Oberösterreich Städte und Gemeinden auf ihrem Weg Richtung Klimaneutralität. Seit Start des Programmes wurden rund 20 Städte und Gemeinden auf ihrem Weg zur kommunalen Klimastrategie begleitet.
„Mit dem Projekt ´Paris, wir kommen´ werden in Oberösterreich kommunale Klimastrategien in den Städten und Gemeinden erarbeitet. Wir läuten damit auch eine Zeitenwende im Denken ein. Die teilnehmenden Städte und Gemeinden budgetieren jährlich Finanzmittel für die Bekämpfung der Klimakrise und zur Klimawandelanpassung in ihrem Wirkungsbereich. Es freut mich sehr, dass Vorchdorf als gutes Beispiel vorangeht und zeigt, dass sich Klimaschutz auf kommunaler Ebene auszahlt. Mein Dank gilt allen Beteiligten in Vorchdorf sowie dem Klimabündnis OÖ für die hervorragende Begleitung dieses Projektes“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Kaineder.
Eine Gemeinde mit langjähriger Klima-Tradition
Die Marktgemeinde Vorchdorf engagiert sich bereits seit vielen Jahren konsequent im Umwelt- und Klimaschutz. Die Gemeinde ist seit langem in nachhaltigen Netzwerken aktiv und hat früh personelle Ressourcen für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in der Gemeindeverwaltung aufgebaut. Bereits seit 1996 ist Vorchdorf Klimabündnisgemeinde, seit 2010 Bodenbündnisgemeinde und seit 2022 bienenfreundliche Gemeinde. Darüber hinaus ist die Marktgemeinde Teil der Lokalen Agenda 21, der Klima- und Energiemodellregion sowie der LEADER-Region Traunsteinregion.
Zahlreiche Projekte prägen die Arbeit der Gemeinde bis heute. Bereits 2012 wurde ein kommunales Energiekonzept erstellt, das 2018 aktualisiert wurde. Für dessen Umsetzung hat Vorchdorf den OÖ Energy Star 2019 erhalten. Ein Workshop zum Thema Klimawandelanpassung fand 2018 in der Gemeinde statt. Neben einer guten Anbindung des öffentlichen Verkehrs besteht in Vorchdorf auch seit dem Jahr 2024 die Möglichkeit, E-Carsharing zu nutzen. Der Gemeinderat hat im Februar 2023 einen Grundsatzbeschluss
gefasst, bis 2027 den gesamten Strombedarf mit erneuerbaren Energien decken zu wollen. Die Klimastrategie „Vorchdorf 2030″ baut damit auf einer langjährigen Erfahrung auf und bündelt bestehende Aktivitäten erstmals in einem gemeinsamen, strategischen Rahmen. Unter der Leitung von Umweltausschuss-Obfrau Elisabeth Reisenberger wurde die neue Klimastrategie entwickelt, begleitet vom Klimabündnis OÖ und vom Land Oberösterreich im Rahmen des Programms „Paris wir kommen“ gefördert. Der Gemeinderat hat die Klimastrategie „Vorchdorf 2030“ Anfang Dezember 2025 einstimmig beschlossen.
„Diese Strategie ist nicht nur ein Plan, sondern ein gemeinsamer Weg. Der Gemeinderat hat mit dem klaren Bekenntnis, dem Klimaschutz Priorität einzuräumen, ein starkes Zeichen gesetzt – für Verantwortung, für Zukunftssicherheit und für Lebensqualität in unserer Gemeinde. Sie wird uns helfen, konkrete Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen – für ein lebenswertes und klimafittes Vorchdorf„, betont Bürgermeister Johann Mitterlehner.
Ziel und Schwerpunkte der Strategie
Ziel der Strategie ist, konkrete Maßnahmen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung auf Gemeindeebene wirksam umzusetzen. Die Strategie konzentriert sich dabei auf zentrale Themenfelder wie klimafreundliche Mobilität, CO2-neutrale Energie und Gebäude, nachhaltigen Lebensstil und Beschaffung, Bewusstseinsbildung sowie Bodenschutz und Klimawandelanpassung. Der Fokus liegt auf Maßnahmen, die sich vor allem im unmittelbaren Wirkungsbereich der Marktgemeinde Vorchdorf realisieren lassen und sich positiv auf die Lebensqualität vor Ort auswirken.
„In Vorchdorf wird sichtbar, was konkret dieser Plan vor Ort bedeutet: höhere Lebensqualität, stärkere regionale Wirtschaftskreisläufe, bessere Infrastruktur und mehr Miteinander für die Zukunft. Das Klimabündnis Oberösterreich unterstützt Gemeinden dabei, diese Vorteile gemeinsam zu erarbeiten, fachlich umzusetzen und politisch zu verankern,“ so Norbert Rainer, Geschäftsführer von Klimabündnis OÖ.
Ablauf und Prozess der Klimastrategie Vorchdorf
Die Klimastrategie „Vorchdorf 2030″ wurde in einem breit angelegten, partizipativen Prozess erarbeitet. Die Entwicklung einer effektiven kommunalen Klimastrategie erfordert eine umfassende und inklusive Herangehensweise, weshalb der Bürger:innenbeteiligung große Bedeutung zuerkannt wurde. Es ist allen Beteiligten klar, dass die Ideen, das Wissen und die Leidenschaft der Gemeindebewohner:innen von unschätzbarem Wert sind, um eine erfolgreiche und nachhaltige Strategie zu entwickeln.
Der Prozess begann mit der Konstituierung einer Steuerungsgruppe und einem Startworkshop im Dezember 2024, bei dem der Status-Quo in den einzelnen Themenbereichen erhoben wurde. Vorab wurden die Klimaideen der Gemeindevertreter:innen abgefragt. Außerdem wurden die Ideen der Bürger:innen mittels Fragebogen eingeholt. Zwischen Februar und Mai 2025 folgten drei intensive Umsetzungsworkshops zu den Themenbereichen Beschaffung, Lebensstil und Bewusstsein, klimafreundliche Mobilität und CO2-neutrale Energie und Gebäude sowie Bodenschutz und Klimawandelanpassung.
Darüber hinaus wurde in Vorchdorf auch eine Veranstaltung zur Einbindung von Vorchdorfer Betrieben organisiert, bei der die Teilnehmenden einerseits über den Klimastrategie-Prozess informiert wurden und andererseits Möglichkeiten für den eigenen Betrieb vorgestellt wurden. Im Juni 2025 konnten Bürger:innen beim Maßnahmencafé die erarbeiteten Vorschläge diskutieren und ergänzen.
Im Zentrum der Strategie stehen priorisierte Leitmaßnahmen, die in den Workshops nach Wirksamkeit und Umsetzbarkeit ausgewählt und konkretisiert wurden. Ideen wurden als wirksam definiert, wenn sie einen großen Hebel im Klimaschutz erzeugen und maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität in der Marktgemeinde beitragen. Das Kriterium „Umsetzbarkeit“ war bei der Entscheidung ausschlaggebend, um die Maßnahmen auszuwählen, die realistisch für die Marktgemeinde umzusetzen sind. Nach einer Begutachtungsphase im Sommer 2025 mündete der Prozess Anfang Dezember 2025 in den einstimmigen Gemeinderatsbeschluss.
Die Methode zur Entwicklung der kommunalen Klimastrategie war ein Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit zwischen Politik, der Gemeindeverwaltung, Bürger:innen, Betrieben und anderen örtlichen Organisationen.
Konkrete Maßnahmen und erste Ergebnisse
Im Zentrum der Strategie stehen praktische, lokal wirksame Leitmaßnahmen. Diese Leitmaßnahmen sollen als Start für erste aktive Umsetzungsschritte gesehen werden und decken zentrale Themenfelder wie Mobilität, Energie, Ernährung, Flächenmanagement und Klimawandelanpassung ab.
„Die in der Strategie enthaltenen Ziele und Projekte basieren auf den Stärken und Potenzialen unserer Gemeinde. Sie wurden sorgfältig ausgewählt – nicht nur nach ihrer Wirksamkeit im Klimaschutz, sondern auch nach ihrer Realisierbarkeit im direkten Wirkungsbereich der Marktgemeinde. Diese Klimastrategie zeigt, wie moderner Klimaschutz auf kommunaler Ebene funktioniert: pragmatisch, wirksam und gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Denn wir sind überzeugt: Echte Veränderung entsteht dort, wo man gemeinsam anpackt – vor der eigenen Haustür,“ betont Elisabeth Reisenberger, Obfrau des Umweltausschusses.
Drei Maßnahmen verdeutlichen den strategischen Anspruch besonders gut:
Energieeffizientes Heizen in öffentlichen Gebäuden und Verringerung des Energie- und Ressourcenverbrauchs
Die Gemeinde setzt auf einen umfassenden Ansatz zur Verbesserung der Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden. Geplant sind Heizungstausch auf Wärmepumpentechnologie, etwa im Kindergarten, sowie die Optimierung bestehender Steuerungen für eine bedarfsorientierte Regelung. Der verstärkte Ausbau der Nahwärme soll die Versorgung mit erneuerbarer Energie weiter vorantreiben. Bei Neubauten wie dem geplanten Bildungscampus werden kontrollierte Lüftungen für Wärme und Kühlung eingeplant, während bei bestehenden Gebäuden Dämmungsmaßnahmen den Primärenergieverbrauch senken sollen.
Diese Maßnahmen erfolgen auch im Rahmen der EED III Richtlinie, die öffentliche Stellen zu einer Vorbildrolle bei der Energieeffizienz verpflichtet. Ein automatisiertes Energie-Monitoring, das über ein LEADER-Projekt umgesetzt wird, ermöglicht es, weitere Effizienzpotenziale zu identifizieren und umgesetzte Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu prüfen. Konkret stehen kurzfristig die Optimierung der Steuerungen in der Volksschule Pamet-Turnhalle, im ASKÖ und Volksheim sowie in der Aufbahrungshalle an. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und wird durch technisches Monitoring und laufende Optimierung begleitet.
Sichere Mobilität für ALLE
Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer:innen und die Förderung des Rad- und Fußverkehrs stehen im Mittelpunkt dieser Maßnahme. Temporeduktionen an neuralgischen Stellen wie Tanglberg und Bahnhofstraße sollen mehr Sicherheit bringen und besonders Fußgänger:innen, Radfahrer:innen und Kinder schützen. Die Gemeinde plant regelmäßige Begehungen von problematischen Stellen zu den Stoßzeiten, wobei bewusst mit Rollator und Kinderwagen gegangen wird, um das Bewusstsein für Barrierefreiheit zu erhöhen.
Ein wichtiger Baustein ist die niederschwellige Bürger:innenbeteiligung, damit Anliegen und Problemstellen direkt von den Betroffenen eingebracht werden können. Für Schulen ist ein Mobicheck mit dem Klimabündnis OÖ geplant, der die Wege zur Schule analysiert und Verbesserungspotenziale aufzeigt. Die Umsetzung eines Pedibusses, bei dem Kinder gemeinsam zu Fuß zur Schule gehen, soll die Verkehrssituation entschärfen und gleichzeitig die Gesundheit und Selbstständigkeit der Kinder fördern. Ergänzend wird die Fahrzeugflotte der Gemeinde Schritt für Schritt elektrifiziert, um auch bei den kommunalen Dienstfahrten klimafreundliche Mobilität zu leben.
Bewusstseinsbildung in der Volksschule
Klimabildung für Kinder steht im Mittelpunkt dieser Maßnahme, die auf mehreren Ebenen ansetzt. Das Projekt „Probegehen“ von typischen Gehwegen durch politisch Verantwortliche soll Bewusstsein für einen sicheren Schulweg schaffen, auch während des geplanten Schulumbaus. Die Idee für einen Bodenlehrpfad im Rahmen der Gartenzeit 2031 bietet eine einzigartige Gelegenheit, Kindern den Wert unserer Böden näherzubringen und sie für Natur und Kreisläufe zu sensibilisieren.
Die laufende Bewusstseinsbildung zu Klimaschutzthemen in den Schulen wird durch verschiedene Programme unterstützt. Bereits für das Schuljahr 2025/2026 wurde ein „Klimaschulen“-Projekt mit der KEM Traunstein beauftragt, an dem die Volksschule Vorchdorf teilnimmt. Als Klimabündnis-Schule können zahlreiche Workshops kostenlos angeboten werden. Durch die direkte Einbindung in Bildungseinrichtungen und die enge Zusammenarbeit mit Schulleitung, Pädagog:innen und Elternverein wird eine nachhaltige Verhaltensänderung und frühzeitige Motivation der Kinder angestrebt.
Weitere zentrale Schwerpunkte
Darüber hinaus umfasst die Strategie weitere wichtige Maßnahmen, die das Gesamtbild abrunden:
- Regionale Beschaffung und bewusste Ernährung: Die Gemeinde will ihre Vorbildwirkung stärken, indem sie nachhaltige Beschaffungsoptionen wählt, wo dies möglich und sinnvoll ist. Dies betrifft sowohl Verbrauchsgüter wie Kopierpapier und Reinigungsmittel als auch die schrittweise Elektrifizierung der Gemeinde-Fahrzeugflotte. In Bildungseinrichtungen und dem Altenheim sollen regionale und saisonale Lebensmittel verstärkt zum Einsatz kommen. Durch die Lokalisierung der Lieferant:innen und Kontaktaufnahme mit regionalen Produzent:innen, Direktvermarkter:innen und Bäuer:innen wird die regionale Wertschöpfung gestärkt und gleichzeitig gesunde Ernährung sowie Bewusstsein von klein auf gefördert.
- Bodenschutz und Raumplanung: Der Bodenverbrauch soll auf das Notwendigste beschränkt und Innerorts nachverdichtet werden. Umwidmungen von Grünland in Wohn- oder Betriebsflächen werden restriktiver gehandhabt. Bei der laufenden Überarbeitung des örtlichen Entwicklungskonzepts werden mit Weitsicht verschiedene Aspekte berücksichtigt, darunter ÖV-Haltestellen und deren Güteklassen, E-Ladestationen, Radrouten sowie die Flächen für die Landes-Gartenzeit 2031. Ein vorausschauender Umgang mit potenziell gefährdeten Flächen, etwa bei Hochwasser, und mit Flächen mit Schutzfunktion wie Kaltluftschneisen ist dabei zentral. Dies dient nicht nur dem Hochwasserschutz, sondern auch der Reduktion der Hitzebelastung.
- Nachhaltiges Gewerbegebiet: Die Gemeinde verfolgt das Ziel, ein Gewerbegebiet zu schaffen, bei dem Aspekte wie Soziales, Energieversorgung, Grünraumgestaltung und Mobilität von Anfang an mitgedacht werden. Durch die Schaffung eines klaren gemeinsamen Bildes und Konzepts als Basis für einen Grundsatzbeschluss, etwa mittels eines Projekts mit einer Universität, Fachhochschule oder im Rahmen von LEADER, soll die Entwicklung nachhaltiger Betriebsgebiete vorangetrieben werden. Konkrete Vorgaben wie Nahwärme, Photovoltaik und Parkplätze unter Gebäuden sollen in Bebauungsplänen festgeschrieben werden. Dies steigert die Arbeits- und Lebensqualität und bietet Möglichkeiten für die Vermarktung und Positionierung von Vorchdorf.
- Mehr Begrünung und natürliche Beschattung: Die Aufenthaltsqualität an öffentlichen Plätzen soll durch natürliche Beschattung gesteigert werden, wobei verwurzelte Flächen statt versiegelten Flächen im Vordergrund stehen. Hotspots werden anhand der Hitzekarte identifiziert und gezielt adressiert. Bei jedem Bauprojekt soll Begrünung mitgeplant und auch die Anwendung des Schwammstadtprinzips mitgedacht werden. Für Großprojekte werden Begrünungskonzepte bei Bauanträgen verpflichtend. Klare Vorgaben seitens der Gemeinde, etwa durch einen Gestaltungsbeirat, sowie Informationsmaterialien auch für Privatpersonen sollen zu einem grüneren Ortszentrum und zu gesteigerter Lebensqualität führen.
Umsetzung, Monitoring und nächste Schritte
Die Klimastrategie ist als lebendiger Fahrplan angelegt und wird laufend weiterentwickelt. Als dynamisches Dokument soll die Strategie regelmäßig überprüft, an veränderte Rahmenbedingungen und die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst sowie mit vorbildhaften, für Vorchdorf passenden Maßnahmen aus anderen Gemeinden ergänzt werden. Zuständigkeiten sind klar geregelt: Der Umweltausschuss und die Verwaltung treiben die Umsetzung voran, wobei eine Klimastrategie-Beauftragte oder ein Klimastrategie-Beauftragter in der Gemeindeverwaltung für die Koordination und das Monitoring verantwortlich ist.
Ein jährliches Reporting stellt Transparenz gegenüber Gemeinderat und Bevölkerung sicher. Die Evaluierung der Maßnahmen und ihre Umsetzung erfolgt anhand festgelegter Messbarkeitskriterien. Konkrete Formulierung der Ziele ermöglicht eine präzise Evaluierung. Feedback-Tools schaffen die Möglichkeit für Bürger:innen, sich einzubringen und Rückmeldungen zu geben. So wird sichergestellt, dass die Klimastrategie nicht nur auf dem Papier wirkt, sondern echte Veränderung bringt und die Lebensqualität vor Ort nachhaltig sichert.
Die Marktgemeinde mit ihren 7.873 Einwohner:innen wird die erarbeiteten Maßnahmen nun konsequent in die Umsetzung überführen. Zentrale Schwerpunkte sind die Weiterentwicklung klimafreundlicher Energieversorgung, sichere und klimafreundliche Mobilität für alle, Bewusstseinsbildung insbesondere bei jungen Menschen sowie die dauerhafte Verankerung von Klimaschutz in Verwaltung, Entscheidungsprozessen und Investitionen der Gemeinde. Neben den priorisierten Leitmaßnahmen wurden zahlreiche weitere Vorschläge und Ideen als Potenziale für Vorchdorfs Zukunft dokumentiert, die bei Bedarf aufgegriffen werden können.
„Die Klimastrategie von Vorchdorf zeigt, wie man auf Gemeindeebene mit klaren Zielen und breiter Beteiligung zur Erreichung der Klimaneutralität 2040 beitragen kann. Ich gratuliere herzlich zu diesem wichtigen Schritt!“, sagt Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
„Vorchdorf zeigt, wie mit einem starken Konzept, regionaler Verantwortung und viel Engagement aus Politik, Verwaltung und Bevölkerung ambitionierter kommunaler Klimaschutz gelingen kann. Die Gemeinde stärkt damit sowohl die Lebensqualität vor Ort als auch ihre Vorreiterrolle auf dem Weg zu Energieunabhängigkeit und Klimaneutralität“, betont Norbert Rainer.