Klimaschutz ist die Lebensversicherung für Oberösterreich
Presseaussendung
Klimaschutz ist die Lebensversicherung für Oberösterreich – Nichthandeln kostet Milliarden
„Wer glaubt, wir könnten uns Abwarten leisten, ignoriert die Realität“, sagt Landesrat Stefan Kaineder. „Hochwasser, Hitze, Produktionsausfälle und Gesundheitskosten treffen Oberösterreich schon heute – und sie werden dramatisch teurer, wenn wir nicht handeln.“
Eine aktuelle Studie der WU Wien bestätigt schwarz auf weiß: Klimaschäden verursachen bereits heute Milliardenkosten, die überwiegend nicht versichert sind und damit bei öffentlichen Haushalten, Gemeinden und Steuerzahler:innen landen. Besonders betroffen sind Industrie, Energieversorgung, Verkehrsinfrastruktur und Gesundheitssysteme – also genau jene Bereiche, auf denen Oberösterreichs Wohlstand aufbaut.
„Jeder Euro, den wir heute nicht in Klimaschutz investieren, kommt morgen doppelt und dreifach zurück – als Hochwasserschaden, als Hitzetoter, als verlorener Arbeitsplatz“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. „Klimaschutz ist keine Ideologie, sondern nüchterne Risikovorsorge für unseren Wirtschaftsstandort.“
Als Österreichs Industriemotor ist Oberösterreich besonders exponiert. Durch die starke Abhängigkeit von Energie- und Rohstoffpreisen und der starken Infrastruktur entlang von Donau, Enns und Traun betrifft die Klimakrise unser Bundesland besonders.
Kaineder benennt zentrale Risiken für Oberösterreich:
- Industrie & Energie: Hitzestress senkt Produktivität, Kühlwasser wird knapp, Stromnetze geraten unter Druck.
- Arbeitsplätze: Klimabedingte Produktionsausfälle und Standortunsicherheit gefährden Jobs.
- Hochwasser: Schäden an Betrieben, Verkehrswegen und Gemeindeinfrastruktur kosten jährlich hunderte Millionen Euro.
- Hitze & Gesundheit: Steigende Krankenstände, sinkende Arbeitsleistung, höhere Kosten für das Gesundheitssystem.
- Öffentliche Budgets: Klimaschäden sind großteils nicht versichert – die Rechnung landet bei Land und Gemeinden.
Kaineder fasst die Studie zusammen: „Die größten Kosten entstehen nicht durch Klimaschutz, sondern durch Produktivitätsverluste, Gesundheitsfolgen und Infrastrukturschäden, wenn wir nichts tun.“ Er fordert daher abermals den konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien inklusive Speicher und Netzinfrastruktur sowie die Unterstützung der Industrie bei der Umstellung auf klimaneutrale Produktionsprozesse.