Kläranlage Welser Heide wird fit für die Zukunft

Presseaussendung

Baustellenbesichtigung in Marchtrenk – Kläranlage Welser Heide wird fit für die Zukunft

Die Kläranlage Welser Heide wird komplett modernisiert. Damit sorgt der Abwasserverband nicht nur für sauberes Wasser in der Region, sondern macht die Anlage auch zu einem Vorreiter bei der eigenen Energieerzeugung.

Die Kläranlage in Marchtrenk ist seit 40 Jahren im Einsatz. Jetzt wird sie grundlegend erneuert. Ein wichtiger Schritt ist bereits geschafft: Neue Turbogebläse und Kraftwerke sorgen dafür, dass die Anlage mehr eigenes Gas produziert und damit mehr Strom selbst erzeugt. Das spart massiv Energie.

„Kläranlagen stehen selten im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dabei sind sie ein unverzichtbarer Teil unserer Infrastruktur. Die Anlage des Abwasserverbands Welser Heide in Marchtrenk ist die zweitgrößte Kläranlage Oberösterreichs und damit von großer Bedeutung für die Region. Dass der Abwasserverband jetzt rund 50 Millionen Euro in die Generalsanierung investiert, ist eine wichtige Entscheidung für die Zukunft. Die Anlage wird Schritt für Schritt auf den aktuellen Stand der Technik gebracht und für die kommenden Jahrzehnte gerüstet“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, der sich bei einer Besichtigung der Anlage einen Überblick über die Generalsanierung gemacht hat.

Zusammen mit einer neuen PV-Anlage auf dem Dach wird die Anlage bald fast völlig autark sein. Bisher brauchte die Kläranlage jährlich 5 Millionen Kilowattstunden Strom von außen. Das Ziel ist klar: Die Anlage soll ihren eigenen Strom bald komplett selbst produzieren.

Der nächste Schritt folgt: Die Becken werden umgebaut, damit die Reinigung des Abwassers noch besser funktioniert. Das Wichtigste dabei: Die Reinigungsleistung steigt, ohne dass neue, riesige Becken gebaut werden müssen. Das ist effizient und schont die Umwelt.

Auch die Sicherheit steht im Fokus. Ein neues Betriebsgebäude mit moderner IT schützt die Anlage vor Cyberangriffen und sorgt dafür, dass alle Sicherheitssysteme – von der Brandmeldung bis zur Gaswarnung – reibungslos funktionieren. Damit bleibt die Infrastruktur auch in Krisenzeiten stabil. Nach Abschluss der Arbeiten ist die Anlage für bis zu 250.000 Einwohnerinnen und Einwohner ausgelegt.