Sicher essen bei Hitze – richtige Kühlung schützt Gesundheit und Geldbörse

Landesrat Stefan Kaineder freut sich über das Top Ergebnis der Schwerpunktkontrolle der Oö. Lebensmittelaufsicht zu Speiseeis in Oberösterreich und wünscht allen Oberösterreicher:innen einen schönen Sommer und bedenkenlosen Eisgenuss.

Presseaussendung LR Kaineder: Sicher essen bei Hitze – richtige Kühlung schützt Gesundheit und Geldbörse

Hohe Temperaturen setzen nicht nur uns Menschen zu, sondern auch unseren Lebensmitteln. Der für Konsument:innenschutz zuständige Landesrat Stefan Kaineder rät, im Sommer beim Einkauf, bei der Lagerung und bei der Zubereitung besonders achtsam zu sein.

Bei Hitze vermehren sich krankmachende Keime auf Fleisch, Fisch, Ei-haltigen Speisen oder Milchprodukten besonders rasch – oft, ohne dass man es sieht, riecht oder schmeckt. Jährlich registriert die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) österreichweit rund 8.000 lebensmittelbedingte Erkrankungen – die meisten davon zwischen Juni und September. Eine internationale Auswertung zeigt: Mit jedem Grad Celsius mehr erhöht sich das Risiko einer Infektion mit Salmonellen oder Campylobacter, den häufigsten Auslösern von Lebensmittelinfektionen, um fünf Prozent.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen sind dabei einfach umzusetzen: eine durchgehende Kühlkette vom Einkauf bis zum Teller, Sauberkeit in der Küche und gutes Durchgaren von Fleisch und Fisch.

„Der Sommer lädt zum Grillen, Picknicken und Essen im Freien ein – gerade bei Hitze wird die richtige Kühlung aber zur Gesundheitsfrage. Wer die Kühlkette einhält, sauber arbeitet und Fleisch gut durchgart, schützt sich und seine Familie zuverlässig vor Lebensmittelinfektionen. Und wer klug plant und richtig lagert, wirft am Ende auch weniger weg – das ist gut für die Gesundheit, die Geldbörse und das Klima“, so Landesrat Stefan Kaineder.

Bei Hitze verderben Lebensmittel schneller. Wer Einkäufe gut plant und Lebensmittel richtig lagert, spart auch Geld: Laut Erhebungen der BOKU Wien landen in Österreichs Haushalten jährlich rund 685.000 Tonnen noch genießbarer Lebensmittel im Müll – im Durchschnitt entspricht das einem Wert von etwa 100 Euro pro Haushalt und Monat.

Die wichtigsten Lebensmittel-Tipps für heiße Tage

Reste: Rasch abkühlen, kühl lagern, innerhalb von zwei bis drei Tagen verbrauchen und vor dem Essen nochmals gut erhitzen.

Einkauf & Transport: Gekühlte und tiefgekühlte Ware zuletzt einpacken, mit Kühltasche und Kühlakkus transportieren und auf direktem Weg heimbringen. Lebensmittel nie im heißen Auto liegen lassen.

Kühlschrank: Temperatur zwischen 5 und 7 °C halten (am besten mit Thermometer kontrollieren) und richtig einräumen – Fleisch und Fisch nach unten, Milchprodukte darüber, Obst und Gemüse ins Gemüsefach.

Hygiene: Vor und nach der Zubereitung die Hände gründlich waschen; für rohes Fleisch und für Salat oder Gemüse getrennte Schneidbretter und Messer verwenden.

Durchgaren: Fleisch, Geflügel und Fisch gut durcherhitzen (Kerntemperatur mindestens 70 °C).

Rohes meiden: An heißen Tagen besser auf rohes Faschiertes und auf Speisen mit rohem Ei wie Mayonnaise oder Tiramisu verzichten.

Essen im Freien: Speisen abgedeckt und im Schatten anbieten, nur kleine Portionen auftischen und Nachschub gekühlt bereithalten. Offen Stehendes nach zwei bis drei Stunden nicht mehr verzehren.