Neue Salzach-Zille: Gemeinsamer Einsatz für einen starken Fluss
Presseaussendung
Neue Salzach-Zille: Gemeinsamer Einsatz für einen starken Fluss
Am 5. Mai bekam die Salzach ein neues Arbeitsboot – und damit frischen Rückenwind für den Schutz unseres Grenzflusses. Oberösterreich und Bayern ziehen dabei weiter an einem Strang: für sichere Ufer, lebendige Natur und einen Fluss, der wieder mehr Raum bekommt.
Ein Boot für zwei Länder
Seit über 200 Jahren regeln Österreich und Bayern ihre Zusammenarbeit an der Salzach. Was früher Pflicht war, wird jetzt modern gelebt: Mit einer neuen, zu 75% durch EU-Mittel finanzierten Zille (die übrigen Mittel teilen sich Bayern und Österreich) erledigen beide Seiten künftig ihre gemeinsamen Fahrten auf dem Fluss.
Das Boot ist dabei mehr als nur ein Arbeitsgerät – es steht für eine Partnerschaft, die im Alltag funktioniert.
„Die Salzach trennt uns nicht, sie verbindet uns. Wenn wir den Fluss schützen, schützen wir auch unsere Lebensgrundlagen. Genau dafür steht dieses neue Arbeitsboot“, sagt Landesrat Stefan Kaineder.
25 Jahre Einsatz zeigen Wirkung
Seit einem Vierteljahrhundert arbeiten beide Länder daran, die Salzach wieder in Balance zu bringen. Denn über Jahrzehnte hat sich der Fluss immer tiefer eingegraben – mit Folgen für Natur, Grundwasser und Hochwasserschutz.
Ein erster Abschnitt zeigt bereits, was möglich ist: Zwischen Tittmoning und der Nonnreiter Enge wurde die Salzach deutlich verbreitert – von rund 110 auf etwa 200 Meter. Das gibt dem Fluss wieder Platz, stabilisiert den Untergrund und bringt Leben zurück ins Wasser.
„Ein gesunder Fluss schützt uns besser vor Hochwasser und ist gleichzeitig Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Genau diesen Weg gehen wir konsequent weiter“, so die Leiterin der Direktion Umwelt und Wasserwirtschaft beim Land Oberösterreich, Dipl.-Ing.in Daniela König, MBA.
Nächster Schritt: Mehr Raum für die Salzach
Die Arbeiten gehen weiter: Für einen rund sechs Kilometer langen Abschnitt flussaufwärts laufen die Planungen. Ab 2027 soll auch dort die Salzach wieder mehr Platz bekommen.
Das Ziel ist klar: Mehr Natur. Mehr Sicherheit. Und ein Fluss, der auch für kommende Generationen funktioniert.
Die feierliche Taufe des neuen Arbeitsboots übernahm Frau Direktorin Dipl.-Ing.in Daniela König, MBA.