Traun bekommt in Ansfelden Natur zurück
Presseaussendung
Vorarbeiten für eine der größten oberösterreichischen Renaturierungen starten – Traun bekommt in Ansfelden Natur zurück
Lebensraumverbessernde Maßnahmen im Europaschutzgebiet an der Traun
Ab kommender Woche starten im Gemeindegebiet von Ansfelden an der Traun erste lebensraumverbessernde Maßnahmen für Amphibien als Vorarbeit zu einem der größten anstehenden Renaturierungsprojekte Oberösterreichs. Die Arbeiten erfolgen besonders schonend, ohne Kahlschlag oder Rodung, und werden von einer Ökologin begleitet.
Das betroffene Gebiet „Heißländen und Auwälder an der Traun“ ist als Europaschutzgebiet Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks und zählt mit seinen Trockenrasen, Heißländen und Auwäldern zu den ökologisch wertvollsten Rückzugsräumen der Region. Mit den nun beginnenden Vorarbeiten wird ein wichtiger Schritt gesetzt, um diese sensiblen Lebensräume langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
„Mit der Renaturierung an der Traun geben wir der Natur Schritt für Schritt Raum zurück. Gerade im dicht genutzten Zentralraum sind intakte Auen, naturnahe Gewässer und wertvolle Lebensräume für Amphibien, Fische und Vögel von unschätzbarem Wert. Diese große oberösterreichische Renaturierung ist ein starkes Signal für Klima-, Arten- und Lebensraumschutz“, betont Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder. Der Projektabschnitt reicht von FlussKm 4,77-3,43. Die Traun ist in diesem Bereich stark reguliert, was zu Strukturverlusten im Flussbett, einer Eintiefung der Sohle und sinkenden Grundwasserständen geführt hat. Dadurch geraten wassergebundene Lebensräume zunehmend unter Druck. Das Projekt leistet daher einen wesentlichen Beitrag zur ökologischen Verbesserung dieses bedeutenden Naturraums im Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen.